BONN. Die Stadt Bonn reagiert auf die stärker werdende Kritik am Abriss der Beethovenhalle zugunsten des Festspielhauses am Rheinufer und schlägt einen alternativen Standort vor. Es handelt sich um das leer stehende Landesbehördenhaus an der B 9, in dem sich früher das Bonner Polizeipräsidium befand. Stadtdirektor Volker Kregel sieht in dem alternativen Standort viele Vorteile. Er ist zuversichtlich, dass das Land NRW das Grundstück und das dann zum Abriss bestimmte Landesbehördenhaus zur Verfügung stellen würde, da es bisher keinen Investor gefunden habe. Die beiden favorisierten Entwürfe für das Festspielhaus könnten auch an dem neuen Standort gebaut werden. Außerdem hätte die neue Variante auch finanzielle Vorteile für die Stadt Bonn, die nach dem finanziellen Desaster mit dem World Congress Center Bonn (WCCB) jedes weitere finanzielle Risiko scheut. (al)