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Kommentar zum Nackt-Scanner

Gleiche Technik

Von Claudia Lepping, 29.12.09, 20:14h, aktualisiert 29.12.09, 21:23h

Die ersten Scannermodelle drangen auf skandalöse Weise in die Intimssphäre der Passagiere ein. Doch die neuen Scanner-Technologien abstrahieren den Geröntgen so sehr, dass die Privatsspähre gewahrt wird. Jetzt muss nur noch ein einheitliches System her.

Die ersten Nackt-Scanner hatten die Menschen hierzulande zu Recht alarmiert. Selbst Sicherheitsexperten stellen nicht in Abrede, dass die erste Generation jener Geräte über das Ziel hinaus geschossen war, als sich Bilder auf dem Bildschirm aufbauten, die Persönlichkeitsrechte verletzende anatomische Details der Passagiere zeigten.

Entsprechend energisch forderte die Politik die Hersteller auf, die Technologie zu verbessern. Heute geht es um die reine Abbildung von Gegenständen - der Mensch wird nur als Strichmännchen dargestellt - zumindest bei den Scannern, die in der EU getestet werden und möglicherweise demnächst an deutschen Flughäfen zum Einsatz kommen. Welche Technologie international angewendet wird, obliegt bisher aber jedem Land, zuweilen gar einzelnen Flughafenbetreibern. Damit muss Schluss sein. Dringend ist geboten, weltweit möglichst einheitliche Scanner-Methoden und Sicherheitsstandards zu erreichen. Das wird schwierig genug. Bisher hat auf den großen Flughäfen der Welt jeder Passagier sogar die freie Wahl, wie er den Sicherheitscheck über sich ergehen lassen will. So konnte der junge Nigerianer den Sprengstoff ins Flugzeug schmuggeln.

Bis überall die gleichen Sicherheitsstandards gelten, werden noch viele Flieger abheben - stets mit der angstvollen Gewissheit, dass Terroristen immer findiger werden. Und hundertprozentige Sicherheit kann auch kein Scanner garantieren.



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