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Stiftungskapital steigt auf 210000 Euro

Erstellt 05.01.10, 07:18h

Eine rundum positive Bilanz hat Volker Wiedeck für die Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt für das vergangene Jahr gezogen. So konnten zehn Projekte zur Prävention von Gewalt...

KÖNIGSWINTER / RHEIN-SIEG-KREIS / BONN. Eine rundum positive Bilanz hat Volker Wiedeck für die Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt für das vergangene Jahr gezogen. So konnten zehn Projekte zur Prävention von Gewalt ganz oder teilweise finanziert werden, berichtete er in seinem Newsletter.

„Neu hinzugekommen ist ,Hakuna Matata, eine Initiative des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Siegburg“, so Volker Wiedeck, Vater der Ende August 2007 ermordeten Hannah, der die Stiftung im Frühjahr 2008 ins Leben gerufen hat. Dieses neue Projekt widmet sich Kindern, die häusliche Gewalt erlebt haben. Über einen Zeitraum von sechs Monaten, erhalten diese Kinder nach Informationen Wiedecks in Gruppenangeboten Hilfen, die erlebte Gewalt zu verarbeiten. Dabei machen sie die Erfahrung, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sind und sprechen untereinander über dieses Tabuthema.

Das Kapital der Hannah-Stiftung konnte mittlerweile auf 210 000 Euro aufgestockt werden. Beim Start hatte es 50 000 Euro betragen. „Für eine Stiftung ein noch relativ kleiner Betrag, den es zu vergrößern gilt, um Projekte in der Zukunft möglichst großflächig anbieten zu können“, so Wiedeck.

Das Pilot-Präventionsprojekt mit Modellcharakter „Kinder stärken - Fachkräfte schulen - Synergieeffekte nutzen“, entwickelt von der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Bonn, sei, so Wiedeck weiter, Mitte Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Seit Beginn des Schuljahres in Nordrhein-Westfalen werden Schüler einer Grundschule und Kinder einer Kindertagesstätte mit einbezogen. In Kleingruppen mit jeweils acht Jungen und Mädchen werden die Kinder bestärkt, ihren Gefühlen zu vertrauen. „Durch ein von der Uni Düsseldorf evaluiertes Theaterprojekt werden sie spielerisch und kindgerecht für das Thema Missbrauch sensibilisiert. Studien haben belegt, dass Kinder, die frühzeitig sensibilisiert werden, sicherer und selbstbewusster sind und damit besser gegen möglichen Missbrauch geschützt werden können“, so Volker Wiedeck.

Mit zum Paket gehören Sprechstunden für die Kinder, Elterninformationsabende sowie Schulungen und Fortbildungen für Lehrer und Pädagogen. Das Projekt läuft zunächst mindestens bis zum Ende des Schuljahres 2010. Nach der Auswertung sollen die einzelnen Module weiteren Schulen zur Verfügung gestellt werden. Möglich wurde das Präventionsprojekt durch zwei zweckgebundene Spenden der Colonia Real Estate AG von insgesamt mehr als 80 000 Euro (wir berichteten).

Abschließend blickt Volker Wiedeck auf das neue Jahr, in dem die Hannah-Stiftung weitere der bereits vorgestellten Präventionsprojekte finanzieren wird. (EB)



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