Erstellt 14.01.10, 07:09h
Unfreiwillige Rutschpartien sind freilich auch auf Straßen und Gehwegen möglich. Doch der Einsatz von Streusalz sei nicht das Mittel der Wahl, meint Achim Baumgartner, Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Rhein-Sieg-Kreis. Zu Recht sei Salz als reguläres Streumittel in vielen Kommunen verboten und dürfe nur bei Eisregen oder auf Rampen und Treppen verwendet werden. Angesichts des offenkundig alltäglichen Gebrauchs von Streusalz, appelliert der BUND, das Verbot zu beachten und durchzusetzen. Gerade im Rhein-Sieg-Kreis mit seinen großen Siedlungsflächen, wo Regen- und Schmutzwasser getrennt abgeleitet würden, gelange das Tauwasser mit seiner Salzfracht direkt in die Bäche und Flüsse. Auch in die Sieg, die als europäisches Fauna-Flora-Habitat dem Schutz von Fischen dient. Achim Baumgartner: Wenn mit Millionenaufwand Lachse wieder angesiedelt würden, mache es Sinn, solche Rettungsprojekte vor Ort durch achtsames Handeln zu unterstützen. (gw)
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