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Ende der Ausstellung

Abschied von „neuer Welt“

Erstellt 14.01.10, 07:00h, aktualisiert 14.01.10, 12:18h

Neun Jahre lang war sie ein Magnet fürs Publikum. Doch am 31. Januar ist Schluss: Die Ausstellung „Schöne neue Welt - Rheinländer erobern Amerika“ im Freilichtmuseum Kommern schließt dann ihre Pforten. Eine letzte Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen.

Rheinländer erobern Amerika
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Die Ausstellung „Schöne neue Welt - Rheinländer erobern Amerika“ im Freilichtmuseum Kommern schließt am 31. Januar ihre Pforten. (Bild: Hilgers)
Rheinländer erobern Amerika
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Die Ausstellung „Schöne neue Welt - Rheinländer erobern Amerika“ im Freilichtmuseum Kommern schließt am 31. Januar ihre Pforten. (Bild: Hilgers)
Kommern - „An diesem letzten Besichtigungstag stehen von 11 bis 15 Uhr Museumsleitung, Besucherbegleiter und auch ein Restaurator bereit, um die Besucher durch die Ausstellung zu führen und mit ihnen auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen“, verspricht Dr. Michael Faber.

Damit bekämen die Besucher die Möglichkeit, die Szenen in den Häusern einmal zu begehen und so hautnah zu erleben. Ferner sollen Produkte zur Ausstellung besonders günstig angeboten und auch „American Hot Dogs“ serviert werden.

Preis für Architekten

Faber blickt zufrieden auf die Jahre der Ausstellung zurück: „Nach ihrer Eröffnung im Jahr 2001 hat sich die Ausstellung zur Frühgeschichte der Auswanderung aus dem Rheinland nach Nordamerika aufgrund ihrer Machart zu einem Publikumsmagneten entwickelt.“ Großszenarien hätten die Besucher mit eingebunden und ließen sie Indianern, Auswanderern und Siedlern begegnen. In einem nachgebauten Unterdeck eines Auswandererschiffs konnten die Besucher beklemmende Eindrücke von den Strapazen einer Reise über den großen Teich gewinnen. Die Ausstellung müsse aber jetzt geschlossen, denn die Hallen sind sanierungsbedürftig.

„In den 1970er Jahren“, so Faber, „ waren die Hallen nach Plänen des Kölner Architekten von Lom errichtet worden.

Mit ihrer Holzskelettbauweise passten sie sich in moderner Form den historischen Bauten in den Museumsbaugruppen an, verglaste Außenwände gewährten überall Blicke in die freie Natur.“ Für sein Kommerner Werk wurde von Lom seinerzeit mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Nun würden die Ausstellungshallen für die Zukunft gerüstet: Mit einer neuen technischen Ausstattung sollen bessere Voraussetzungen für flexible Ausstellungsgestaltung und dabei sichere Präsentation gefährdeter Museumsobjekte und Leihgaben geschaffen werden.

Vor allem aber sollen die Umbaumaßnahmen den Bedürfnissen einer älter werdenden Klientel Rechnung tragen, Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen schaffen und insgesamt für einen noch angenehmeren Aufenthalt sorgen. Bis 2014 müssen die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein: Dann werden die Hallen in dem an Indoor-Ausstellungsflächen größten Freilichtmuseum Deutschlands mit einer Ausstellung wiedereröffnet, die an die Ursachen des Ersten Weltkriegs und seine Auswirkungen auf die rheinische Bevölkerung erinnert. (sch)

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern ist an allen Tagen des Jahres geöffnet. Winteröffnungszeit bis 31. März: 10-16 Uhr. Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei; zuzügl. 2,50 Euro Parkgebühr.

 www.kommern.lvr.de



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