Von Ulrich Wolter, 15.01.10, 22:59h
Heute also die 2. Kostümprobe mit dem Orchester. Regisseur Fritzdieter Gerhards ist bislang ganz zufrieden, sagt er: „Es gibt noch ein paar kleine Fehler, aber wir haben ja noch drei Proben.“ Immerhin.
Hier und da hakt es tatsächlich noch ein bisschen. In einer Szene, die Akteure sitzen im Wohnzimmer, sollte es eigentlich an der Tür klingeln. Tut es aber nicht. Schließlich ruft einer: „Ding dong.“ Alles zurück, das Ganze noch einmal. Diesmal drückt der Techniker im richtigen Moment auf den Knopf. Szenenwechsel. Zwei Darsteller aus dem vorigen Bild versuchen, sich durch die Kulissen von der Bühne zu schleichen - vorbei an einer offenen Tür. „Halt“, unterbricht Gerhards, „ihr könnt doch da nicht abgehen. Man sieht euch doch.“ Noch einmal.
Bei aller Konzentration, gescherzt wird auch. Dirigent Bernhard Steiner dreht sich um, schaut in den dunklen Saal und fragt: „Und, wie ist es?“ - „Das Orchester ist zu leise“, antwortet der Tontechniker. „Das hättest du besser nicht gesagt.“ - „Wir haben gar nichts gehört“, tönt es aus dem Orchestergraben.
Wer die Herren vom KMGV kennt, weiß, dass sie selten um einen flotten Spruch verlegen sind. Gerade haben die Fööss, die damals noch unter dem Namen „Stowaways“ auftraten, Graham Bonney ihr neues Lied „Drink doch eine met“ vorgesungen, und er verspricht, ihnen einen Plattenvertrag zu besorgen. Die Drehbühne setzt sich in Bewegung. „Halt, noch einmal zurück.“ Alle gehen wieder auf ihre Position, einer fehlt. „Wo ist denn der Henning?“ - „Dä fällt beim Drihe immer vun der Bühn.“ Das wird sich bis Sonntag wohl noch beheben lassen.
Die Premiere am Sonntagabend, die Vorpremiere nachmittags und viele der Aufführungen bis 16. Februar sind ausverkauft. Einige Restkarten sind aber noch erhältlich bei Kölnticket, Telefon 28 01.
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