Von LUTZ BLUMBERG, 20.01.10, 07:18h
Das Tiefbauamt der Stadt hat die Spezialisten aus dem niederrheinischen Niederkrüchten engagiert. Am Rheinufer, im Bereich Rosental / Fritz-Schröder-Ufer, wird derzeit ein Mischwasserkanal saniert. Bei starken Regenfällen wird durch ihn das Wasser aus dem Regenüberlaufbecken in den Rhein abgeführt, erklärt Werner Bergmann, Leiter des Tiefbauamts. Hatte der Kanal bisher einen Durchmesser von einem Meter, wurde er seit September vergangenen Jahres auf insgesamt 1,40 Meter erweitert. Das Besondere: Einmal am Rhein angekommen, darf das Wasser nicht einfach in den Fluss eingeleitet werden. Wir müssen den Kanal etwa 21 Meter in den Rhein hinein weiterführen, sagt Bergmann. Damit das zusätzliche Wasser an einer Stelle mit hoher Fließgeschwindigkeit in den Fluss eingeleitet wird.
Die Tauchausrüstung von Lars Wagner und Andre Boye ist nicht vergleichbar mit Schnorchel und Brille aus dem Sportgeschäft. Statt dessen tragen die Unterwasserarbeiter Helme mit Sichtfenster und Sprechfunk, über Schläuche werden sie mit Atemluft versorgt. Wenn die Rohrelemente im Wasser sind - jedes ist 2,50 Meter lang und wiegt fünf Tonnen - werden sie von den Tauchern erst ausgerichtet und dann aneinander festgezurrt. Dafür haben die einzelnen Elemente eine Spannvorrichtung, erläutert Tiefbauamtschef Bergmann. Die Leitung wird mit Unterwasserbeton in ihrer endgültigen Lage fixidert.
Wie lange es dauern wird, die 21 Meter lange Strecke in den Rheinstrom hinein zu verlegen, kann im Vorhinein nicht gesagt werden. Wir hatten ursprünglich zwei Tage veranschlagt, aber es wird wahrscheinlich länger dauern, erklärt Bauleiterin Irmtraud Rachor, der Rheinpegel sei mit derzeit 3,61 Metern schon fast zu hoch für die Arbeiten.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt