Von Martin Sauerborn, 18.01.10, 16:49h, aktualisiert 18.01.10, 21:46h
Eichin zeigte sich trotz der kleinen Ergebniskrise des KEC mit zuletzt nur zwei Punkten aus vier Spielen sehr angetan von Stewarts akribischer Arbeit. Der 52-Jährige kann auf eine Bilanz von zehn Siegen in 15 Partien verweisen, mit der er die Haie zurück auf die Playoff-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga führte. Thomas Eichin kündigte ferner an, dass Stewart weiter mit Niklas Sundblad als Co-Trainer zusammenarbeiten wird: „Wir haben zwar noch nicht gesprochen, aber es wird so kommen.“
Der Geschäftsführer will die Vertragsverlängerung auch als Zeichen für die Profis im Haie-Kader verstehen. „Jeder Spieler, der einen neuen Vertrag haben möchte, muss sich ab sofort bei Bill beweisen. Er allein entscheidet im Rahmen des von mir vorgebenen Etats über die Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison“, erklärte Eichin. Stewart selbst hatte zuletzt auf eine Entscheidung gedrängt, um die Planungen für die Spielzeit 2010 / 11 endlich vorantreiben zu können.
Noch größere Bedeutung besitzt aber die sportliche Gegenwart. Nach dem unglücklichen 3:5 am Sonntag gegen die Eisbären Berlin hängen die Kölner auf dem achten Tabellenplatz fest. Der Rückstand auf den angestrebten sechsten Rang ist vor den Auswärtsspielen heute bei den Nürnberg Ice Tigers und am Freitag bei den Augsburg Panthers auf sechs Zähler angewachsen. „Um in der Tabelle weiter nach vorne zu kommen, müssen wir die Teams besiegen, die vor uns liegen. Das ist uns in Wolfsburg und Frankfurt sowie gegen die Eisbären nicht gelungen“, sagte KEC-Stürmer Christoph Ullmannn nach der Heimpleite gegen den abgezockten Meister.
Nach 39 absolvierten Spielen bleiben den Haien in der Hauptrunde nun also noch 17 Partien. „Es sind auf jeden Fall genug Spiele, um mindestens Sechster zu werden. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und in Nürnberg gewinnen“, gab sich Ullmann kämpferisch. Ein Blick auf die Tabelle reicht, um zu erkennen, welche Bedeutung die heutige Partie besitzt. Die Ice Tigers besetzen mit einem Spiel weniger den begehrten sechsten Rang, der die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale garantiert.
„Für uns sind alle Spiele jetzt schon wie die Playoffs, denn die Tabelle ist so eng“, erklärte Bill Stewart, der in Nürnberg weiter auf Kapitän Mirko Lüdemann, Daniel Rudslätt und Eric Chouinard verzichten muss.
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