Erstellt 25.01.10, 12:18h
Ja, die Schulministerin und ich haben uns darauf verständigt alsbald eine wissenschaftliche Evaluierung vorzunehmen. Erste Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass die Sprachkenntnisse besser geworden sind. Das reicht mir aber nicht, wir brauchen valide wissenschaftliche Daten.
Was sagen Sie zu der Kritik, dass personelle wie finanzielle Voraussetzungen in Kitas oft nicht ausreichen?
Sprachförderung ist seit Jahren eine Regelaufgabe der Kitas. Mit dem KiBiz (Kinderbildungsgesetz der Landesregierung NRW) haben wir die Mittel für Kinder mit besonderem Förderbedarf mehr als vervierfacht - von sieben Millionen auf fast 30 Millionen Euro. Dieses Geld kann auch für zusätzliche Fachkräfte eingesetzt werden.
Wie ist das möglich, etwa bei sieben Förderkindern?
Erfahrungen haben gezeigt, dass 15 Euro pro Stunde ausreichen zur Finanzierung der zusätzlichen Sprachförderung. Davon kann eine Ersatzkraft, die die Fachkraft in der Kinderbetreuung unterstützt während die zusätzliche Sprachförderung stattfindet, finanziert werden. Ausgerichtet an 200 Stunden, ist eine Finanzierung bei neun Kindern auskömmlich. Bis zu vier Kinder können gezielt gefördert werden ohne zusätzliches Personal. Erhalten in der Einrichtung fünf bis acht Kinder Sprachförderung, zahlt das Land weitere 50 Euro pro Kind.
Wie sieht es bundesweit aus?
Es gibt zunehmend Länder, die die nordrhein-westfälischen Erfahrungen übernehmen und auch unseren Sprachtest einführen. NRW ist Vorbild für andere Länder, die sich im nationalen Integrationsplan der Bundeskanzlerin auch zur Frühförderung verpflichtet haben.
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22. April 2012,
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