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Zerfall der Klostermauer stoppen

Von BERND KEHREN, 24.01.10, 19:33h

Mächtig bröckelte es an der 700 Meter langen Mauer rund um das einzige Trappistenkloster für Männer in Deutschland. Teilweise waren Flächen von bis zu einem Quadratmeter...

MARIAWALD. Mächtig bröckelte es an der 700 Meter langen Mauer rund um das einzige Trappistenkloster für Männer in Deutschland. Teilweise waren Flächen von bis zu einem Quadratmeter herausgebrochen. An anderen Stelle konnte man die Steine der Mariawalder Mauer mit der Hand herausziehen. Neben dem Tor zum landwirtschaftlichen Trakt hatten sich so viele Steine gelöst, dass man fast hindurchkriechen konnte. Vom Mörtel blieb teilweise nur noch Sand übrig.

Schon im Januar 2009 rieten Experten, dass vor dem Winter etwas geschehen müsse. „Es ist viel passiert“, blickt Wolfgang Nowak, der Chef-Ökonom des Klosters Mariawald, zufrieden auf das Jahr zurück. Er hatte einen Aufruf gestartet, auf den sich freiwillige Helfer meldeten. Mit ihrer Hilfe konnte die komplette Mauer von der Kirche bis hinab zur Straße nach Heimbach saniert, verschlämmt und weiß gekalkt werden. Aufwändigster Teil der Arbeiten war das Ausstemmen der alten Fugen mit dem Meißel. Von morgens bis abends wurde an der Bruchsteinmauer gearbeitet. Vor allem Bürger der Stadt Heimbach halfen mit, allen voran Gabriel Marx aus Hasenfeld. Er war fast immer zur Stelle und wurde so praktisch Vorarbeiter. An der restaurierten Mauer fehlt jetzt nur noch die Zinkabdeckung.

Die Sanierung der Bimssteinmauer im unteren Bereich wurde - abgesehen vom Material - komplett durch den Einsatz der Helfer abgewickelt.

Viel Lob gab es von Heimbacher Bürgern. Auch Bürgermeister Bert Züll rief im Kloster an und freute sich über die weiß strahlende Mauer.

In diesem Jahr steht nun die Sanierung des Teils der Klostermauer mit den oberen sieben Kreuzwegstationen entlang des Wanderwegs von der Gaststätte bis hinunter zur Straße an. Auch hier sind Steine herausgefallen und die Dächer der Stationen undicht, so dass sich viele Risse aufgetan haben. Wolfgang Nowak geht davon aus, dass jetzt im Winter weitere Schäden entstehen werden.

Gesamtmaßnahme kostet

rund 250 000 Euro

Rund 250 000 Euro wird die Gesamtmaßnahme kosten. Wolfgang Nowak schätzt, dass für die anstehenden Arbeiten im kommenden Jahr 90 000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht werden müssen. Er hofft wieder auf Spenden sowie auf Zuschüsse der Denkmalförderung und des Landes. Er wird auch einen Antrag auf Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm stellen.

Drei bis vier Jahre waren ursprünglich für die Sanierung angesetzt worden. Wenn sich wieder genügend Freiwillige zur Verfügung stellen und das Geld zusammenkommt, könnte das Vorhaben - wenn alles gut geht - 2010 abgeschlossen werden.

Helfer,die das Projekt zu ihrem eigenen machen wollen, können sich bei Wolfgang Nowak unter Telefon (0 24 46) 95 06-12 melden.

 www.kloster-mariawald.de



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