Von MANFRED FUNKEN, 26.01.10, 07:03h
Der Kreissportbund hat deshalb ein Konzept entwickelt, wie über Schulen, Vereine, übers Internet und nicht zuletzt auf der Straße möglichst viele Menschen erreicht werden können. Neueste Strategie: Ein Integrationslotse geht wie ein Streetworker zu den Jugendtreffs, um den Jugendlichen Sportangebote zu unterbreiten.
Unter dem Titel Budo integriert - Budo hat Zukunft lädt der Kreissportbund für Mittwoch, 27. Januar, um 18.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Quadrath-Ichendorf ein. Budo ist der Oberbegriff für alle japanischen Kampfsportarten.
KSB-Projektleiterin Irene Fritz erklärt, warum gerade hier ein Schwerpunkt gesetzt werden soll. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund haben häufig eine Vorliebe für Kampfsportarten, bleiben dort aber unter sich. Hier wolle man mit der Ausbildung von Übungsleitern eine Öffnung erreichen. Zudem lehrten die Kampfsportarten Werte wie Respekt, Disziplin, Fairness und Ehrlichkeit.
Auch mit Hilfe anderer Sportarten will der KSB informieren, eine interkulturelle Öffnung erreichen und qualifizieren. Deshalb bietet er schon in den Schulen Lehrgänge, in denen Kinder und Jugendliche in mehreren Schritten vom Gruppenhelfer (ab 13 Jahre) bis zum Übungsleiter (ab 18 Jahre) ausgebildet werden.
Nach Gesprächen mit den Schulleitern nehmen zurzeit 15 ausländische Mitschüler an solchen Kursen teil und können demnächst im Sportunterricht den Sportlehrer unterstützen oder im Ganztagsbetrieb bei der Übermittagbetreuung helfen.
Erfolgreich ist auch ein Kurs mit Frauen aus 13 Nationen, die den Übungsleiter-C-Schein mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendsport machen. In einem anderen Projekt werden zusammen mit der ARGE ausländische Arbeitslose zu Übungsleitern ausgebildet. Arbeitsangebote für Absolventen liegen schon vor.
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