Von Ronald Larmann, 03.02.10, 07:00h
Ein Modell seiner Firma hat die Euskirchener Kreisverwaltung dem Netzbetreiber O für die geplante Anlage an der Kommerner Filskaul vorgeschlagen. „Wir versuchen, die beiden Firmen zusammenzubringen“, so Georg Persch, Teamkoordinator der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Euskirchen. Mit einem solchen Designmast, der einem Baum ähnelt, bestehe die Möglichkeit, den Eingriff in das Landschaftsbild zu verringern. Derzeit ist für die umstrittene Anlage zwischen Kommern und Kommern-Süd eine Stahlgitterkonstruktion mit einer Höhe von rund 42 Metern vorgesehen.
In einer Vorlage des Landschaftsbeirats heißt es nun, dass geprüft werden müsse, ob eine Realisierung auch in Form eines Antennenträgers in „Gehölzform“ möglich sei. „Von O2 haben wir aber noch keine Aussage, ob sie das machen können oder wollen“, so Persch. Es gehe dabei vor allem um technische und statische Fragen. Der Landschaftsbeirat ist deshalb mit dem Thema „Mobilfunkmast im Bereich Kommern“ befasst, weil sich der geplante Standort in einem Landschaftsschutzgebiet befindet. Bevor gebaut werden kann, muss der Beirat daher eine Befreiung von den Festsetzungen des Landschaftsplanes Mechernich erteilen. Ob das bereits bei der heutigen Sitzung beschlossen wird, bezweifelt Persch, da bis dahin wohl nicht mit einer Stellungnahme des Mobilfunkanbieters O zu rechnen sei. Nach Aussagen des Planers und der Polizei soll der Antennenträger auch den neuen Richtfunk der Polizei aufnehmen, für den ansonsten ein separater Mast südlich von Kommern hätte errichtet werden müssen. Darüber wird jetzt verhandelt, heißt es in der Landschaftsbeirats-Vorlage.
Das Thema„Errichtung eines Mobilfunkmastes im Bereich Kommern“ steht auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Landschaftsbeirats. Sie beginnt um 14 Uhr im Sitzungssaal 1 des Euskirchener Kreishauses, Jülicher Ring 32. Die Sitzung ist öffentlich.
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