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DSL für Oberodenthal

Bleibt Busch hinter dem Busch?

Von Lars Heyltjes, 04.02.10, 07:06h, aktualisiert 04.02.10, 11:45h

Vor gut einem Jahr gründeten drei Aktivisten den Verein „Bergische Freunde der Informationstechnik“ (be-fit). Ziel der Initiative war es, den Bereich Oberodenthal mit einem Breitbandanschluss fürs Internet zu versorgen. Doch nun meldet sich "be-it" erneut zu Wort.

DSL für Oberodenthal
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Sie gründeten vor gut einem Jahr „be-fit“: Bernhard Pohl (r.) und sein Mitstreiter Andreas Nürrenberg (mit Töchterchen Arwen Sophie). Ihr Ziel haben sie noch nicht erreicht: DSL für Oberodenthal. (Foto: Heyltjes)
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Sie gründeten vor gut einem Jahr „be-fit“: Bernhard Pohl (r.) und sein Mitstreiter Andreas Nürrenberg (mit Töchterchen Arwen Sophie). Ihr Ziel haben sie noch nicht erreicht: DSL für Oberodenthal. (Foto: Heyltjes)
ODENTHAL - Vor gut einem Jahr gründeten drei Aktivisten den Verein „Bergische Freunde der Informationstechnik“ (be-fit). Ziel der Initiative war es, den Bereich Oberodenthal mit einem Breitbandanschluss fürs Internet zu versorgen. Eigentlich schien es zum Ende des letzten Jahres so, als hätte der Verein sein Ziel erreicht. Die Gemeinde und die Telekom schlossen im Sommer zwei Verträge ab. Einmal für die Vorwahl (0 22 07) und einmal für die (0 21 74).

Bleiben Busch und

Landwehr ohne DSL?

Jetzt meldet sich „be-fit“ wieder zu Wort. Eine E-Mail bereitet den Verantwortlichen Kopfschmerzen. In der Mitteilung an die Gemeinde hat die Telekom erklärt, dass die Orte Busch und Landwehr nicht Bestandteil des Ausbauvertrags seien, da dieser Ausbau nicht wirtschaftlich sei: „Dass ich die E-Mail erhalten habe, war wohl ein Versehen“, sagt Mitgründer Bernhard Pohl.

Die Infotechniker haben die Gemeinde in einer Presseerklärung aufgefordert, Stellung zu nehmen. Auf BLZ-Nachfrage äußert sich Bürgermeister Wolfgang Roeske (SPD) und wehrt sich gegen den Vorwurf, die Bürger falsch informiert zu haben: „Wir haben öffentlich noch überhaupt nichts kommuniziert. Wir wissen seit Ende November, dass die Telekom die Versorgung dort nicht gewährleisten kann. Es gab mehrere Nachfragen unsererseits, doch erst heute haben wir eine Antwort erhalten“, so Roeske gestern.

Laut Roeske verweist die Telekom darauf, dass sie weniger als 30 Anmeldungen für die Ortschaften vorliegen habe. Das ergebe eine Deckungslücke von 25 000 Euro. Dagegen sagt der Bürgermeister: „Für mich ist die Anzahl der Haushalte entscheidend, die beläuft sich auf insgesamt 65. Meine Vermutung ist, dass die Installation der notwendigen Vorrichtung, eines ,S-Slam, zu teuer ist.“ Auch Bürger Pohl hat nach eigenen Angaben mindestens 40 DSL-Bewerber dort ausgemacht. Bei einer Diskussionsrunde im letzten Jahr habe der zuständige Mitarbeiter auf Nachfrage bestätigt, dass auch Busch und Landwehr „ans Netz“ sollen.

Der Gemeinde, die sich auf Seiten des Bürgers sieht, bleibt nur noch ein Ausweg. Per Interessenbekundungsverfahren will die Odenthaler Verwaltung einschreiten. Roeske: „Das ist der letzte Schritt, doch wir sind zuversichtlich.“

Bei der heutigen Ratssitzung um 17 Uhr im Forum des Schulzentrums gibt es eine Tischvorlage der CDU, die den Antrag gestellt hat, Busch und Landwehr mit ins Ausbauprogramm aufzunehmen. Am Donnerstag, 18. Februar, findet um 20 Uhr ein Informationsabend in der Gaststätte Leed statt. Hier soll die weitere Vorgehensweise erörtert werden.

 www.be-fit.org



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