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Kommentar zu Jogi Löw

Gewagt

Von Joachim Schmidt, 04.02.10, 21:18h

Als riskanten Taktiker oder gar fußballerischen Hasardeur hat man Joachim Löw eigentlich noch nie erlebt. Ganz im Gegenteil: Der Badener gilt am Rande des Spielfelds eher als sachlich-rational handelnder Trainer.

Umso mehr verwundert sein jetziges Feilschen um einen neuen Bundestrainervertrag bis zur Europameisterschaft 2012, zumal dieser Kontrakt lange Zeit nur als Formsache galt.

Die Meinungsverschiedenheiten, die es wegen der von Löw gewünschten größeren Kompetenzen bezüglich der U-21-Junioren gegeben hatte, sind wohl aus der Welt.

Worum sich nun alles dreht, sind Geld und Macht. Löw verlangt wohl auf einmal deutlich mehr als die bislang jährlich kassierten 2,5 Millionen Euro. Allein durch die Bonuszahlung käme er auf 3,75 Millionen Euro. Damit läge er über den drei Millionen, die sein Vorgänger Jürgen Klinsmann für sich ausgehandelt hatte.

Und dann wäre da noch das Ränkespiel um Einflüsse bezüglich der Nationalmannschaften innerhalb des DFB. Dabei hat sich Löw offenbar auf die Seite des machthungrigen Managers Oliver Bierhoff geschlagen. Dabei spielen beide mit dem Feuer. Denn sollte die WM sportlich ein Reinfall werden, müsste der Trainer seine Brocken packen und der Manager würde zumindest entmachtet. Ihre Aufgaben übernehmen könnten Sportdirektor Matthias Sammer und Generalsekretär Wolfgang Niersbach.



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