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Verheerender Brand zerstörte das Zuhause

Von THOMAS HEINEMANN, 08.02.10, 07:09h

Bei einem Brand in Windeck-Hurst hat in der Nacht zum Sonntag ein Ehepaar sein Haus mit dem gesamten Hab und Gut verloren. Gegen 2.25 Uhr heulten die Sirenen in Windeck. Als die...

WINDECK. Bei einem Brand in Windeck-Hurst hat in der Nacht zum Sonntag ein Ehepaar sein Haus mit dem gesamten Hab und Gut verloren. Gegen 2.25 Uhr heulten die Sirenen in Windeck. Als die Feuerwehr am Ort des Geschehens, der Straße „Im Börnchen“ im Ortsteil Hurst, eintrafen, stand das Dach eines Dreifachhauses bereits im Vollbrand, wie sich Feuerwehrsprecher Marco Rövenich erinnert: „Es brannte das gesamte Dachgeschoss, so dass es vorrangig unser Ziel war, die anderen beiden angrenzenden Gebäudeteile zu sichern.“

Rund 70 Einsatzkräfte rückten mit Martinshorn an. Einige mit Verspätung, wie Rövenich bestätigte: „Durch die Sperrung der Landstraße 333 im Siegtal musste die Löschgruppe Dattenfeld einen großen Umweg in Kauf nehmen. In der Zwischenzeit hatten die Einsatzkräfte mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Waldbröl einen Löschangriff gestartet. Mit vier C-Rohren, einem B-Rohr und einer Drehleiter nahmen die Einsatzkräfte unter Leitung von Peter Ermert den Brand in die Zange. Doch das Feuer breitete sich aus. Während das Dachgeschoss völlig ausbrannte, gab der Dachstuhl nach und stürzte ein.

Für die Einsatzkräfte wäre ein Innenangriff nun lebensgefährlich geworden, wie Marco Rövenich betonte: „Auch bei den Zwischendecken aus Holzbalken bestand nun Einsturzgefahr, wir konnten da keinen mehr reinschicken.“ Einen Teilerfolg verzeichnete die Wehr beim Schutz der beiden angrenzenden Gebäudeteile. Während ein rechtwinklig angrenzender und bewohnter Bau fast unversehrt blieb, wurde ein unbewohnter und zum Verkauf stehender Anbau durch Rauch und Flammen im Dachbereich beschädigt. Da sich die Löscharbeiten durch die gesamte Nacht zogen, stellte das Rote Kreuz Bockwürste mit Brötchen sowie Kaffee zur Verfügung. Auch am Sonntagmorgen qualmte das Gebäude aus Fugen und Ritzen. Kein gutes Zeichen, wie der Feuerwehrsprecher erklärte: „Im zweiten Obergeschoss hat sich durch das eingestürzte Flachdach ein Hohlraum gebildet, in dem es noch brennt. Wir kommen aber nicht an diesen Raum heran.“ Durch ein ins Mauerwerk geschlagenes Loch gelang es der Wehr schließlich, den Brand mit Löschschaum zu ersticken. Den Hausbewohnern blieb nur die Kleidung am Leibe und das Mobiliar im Erdgeschoss. Rauch und Löschwasser hatten auch im vom eigentlichen Feuer unbetroffenen ersten Obergeschoss erheblichen Schaden angerichtet. Ein Team der Persönlichen Seelsorgeunterstützung, kurz PSU, kümmerte sich noch in der Nacht um das geschockte Ehepaar. Die Brandursache ist derweil noch völlig unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.



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