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Nur drei von 851 Autofahrern waren auffällig

Von MELANIE NICOLAI, 08.02.10, 07:03h

Mehrere Fahrzeuge pro Minute winkte Ingo Weißhaar am Freitagabend auf der Dormagener Straße heraus. In Höhe der Feuerwehr kontrollierten zwölf Kräfte der Polizei, ob die Fahrer...

BERGHEIM-NIEDERAUßEM. Mehrere Fahrzeuge pro Minute winkte Ingo Weißhaar am Freitagabend auf der Dormagener Straße heraus. In Höhe der Feuerwehr kontrollierten zwölf Kräfte der Polizei, ob die Fahrer Alkohol zu sich genommen hatten oder zu schnell unterwegs waren. Im gesamten Rhein-Erft-Kreis waren zwischen 19 und 2 Uhr 42 Kräfte an 27 Kontrollstellen unterwegs.

Bei 182 Unfällen war

Alkohol im Spiel

„Wir winken wahllos raus“, erklärte Weißhaar. So geschah es auch, dass eine Fahrschülerin in die Kontrolle geriet. „Wie, Sie haben keinen Führerschein?“, fragte der kontrollierende Beamte scherzhaft und ließ Lernende und Lehrer weiterfahren.

Ein Polizeibeamter kontrollierte Maria Ziwisky aus Rommerskirchen. „Wir kommen gerade von einem Kindergeburtstag“, erzählte Ziwisky. „Ich finde das in Ordnung, dass die Polizei so eine große Kontrolle macht. Dass die Fahrer auf Alkohol getestet werden, ist gut.“ Ziwisky hatte keinen Tropfen getrunken und fuhr ihre Kinder nach Hause. Auch Michael Pütz, der das Dreigestirn der „Roten Funken“ Rheidt zu einer Sitzung brachte, war zufrieden mit der Kontrolle. „Es soll doch niemand betrunken fahren“, meinte er.

Im letzten Jahr war bei 182 Unfällen im Rhein-Erft-Kreis Alkohol im Spiel. Bei 29 Unfällen standen die Fahrer unter Drogeneinfluss. „Wir wollen den Leuten mit diesen Kontrollen zeigen: ,Fahrt doch gar nicht erst, wenn ihr getrunken habt“, so Hendrik Köpke, Leiter des Verkehrsdienstes und Erster Polizeihauptkommissar. „Alkohol und Autofahren passen einfach nicht zusammen.“

Die ersten Kontrollen des Abends verliefen ruhig. Stellten die Beamten bei Fahrern fest, dass ihre Pupillenreaktion gering war oder dass sie zittrig waren, kam Jupp zum Einsatz. Jupp ist zehn Jahre alt und „als Polizeihund geboren“, so Diensthundeführer Rainer Müller. Jupp ist erfahren darin, Drogen zu finden. Für den Hund ist das ein Spiel. „Der Hund wird darauf trainiert, seine Spielsachen zu finden“, erklärte Müller. „Und alle Spielsachen riechen nach Rauschgift.“

Auch an den Karnevalstagen „wird genug Polizei auf den Straßen sein“, so Köpke. Drei Fahrern wurde am Freitag eine Blutprobe entnommen. Einer der Fahrer hatte getrunken, zwei standen unter Drogeneinfluss. Bei insgesamt 851 kontrollierten Fahrzeugen eine erfreuliche Quote.



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