Erstellt 08.02.10, 07:18h
Noch in der Nacht zum 1. Februar hatten Staatsanwaltschaft und Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen, da die vorgefundenen Spuren in dem Gründerzeithaus an der Kurfürstenstraße auf ein Gewaltverbrechen hindeuteten. Nach Informationen der Rundschau fanden die Ermittler ein Messer; die Getötete soll einen Messerstich aufweisen. Ob dieser zum Tod der 56-Jährigen führte, war bislang nicht zu erfahren. Die Behörden hüllen sich noch in Schweigen, obwohl das Obduktionsergebnis vorliegt.
Zunächst waren Polizei und Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass die Freundin der Getöteten nicht tatverdächtig sei, wie Oberstaatsanwalt Robin Faßbender zu Beginn vergangener Woche der Rundschau sagte. Die 57-Jährige hatte den Fahndern geholfen, die Auffindesituation des Opfers zu rekonstruieren.
Am Freitagabend nun nahmen Beamte der zehnköpfigen Mordkommission die 57-Jährige fest. Im Zuge akribischer Ermittlungen erhärtete sich in den vergangenen Tagen der Tatverdacht gegen die Bonnerin: Die Ergebnisse der Spurenauswertung, der Obduktion und unserer bisherigen Ermittlungen belasten die Verdächtige schwer", erklärte der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Hartmut Becker. Mit der Festnahme ist unsere Arbeit noch nicht beendet. Um das Verfahren nicht zu gefährden, werden wir weiterhin keine Angaben zu Tatablauf, Todesursache und möglichen Hintergründen machen", erklärte Staatsanwältin Dr. Karen Essig am Samstagmittag. (kri)
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