Erstellt 08.02.10, 07:09h
Einen weiten Horizont habe Pevec bereits bewiesen, als er 1970 aus dem heimischen Herne nach Waldbröl zog, um dort zunächst das Amt des Kämmerers anzutreten. In seiner neuen Heimat machte der 70-Jährige sich später um die internationale Vernetzung verdient, indem er als Stadtdirektor die Partnerschaft mit dem polnischen Swiebodzice einfädelte. Nicht engstirnig, sondern aufgeschlossen zeigte Pevec sich auch in seinem Engagement für den Eine-Welt-Laden sowie in seiner Liebe zu Bolivien. Denn in den Andenstaat reist der fünffache Großvater oft, um die Familie seiner dort als Missionarin arbeitenden Tochter zu besuchen. Für Lacher sorgten die Laudatoren, indem sie ihre Rede mit Utensilien aus einem Koffer ergänzten, unter anderem mit einer Uhr. Die steht dafür, dass man Zeit braucht, wenn man dich besucht, weil du immer so viel zu erzählen hast, erklärte Pastor Jansen.
So viel Lob hört man doch sonst nur auf Beisetzungen, und soweit ist es zum Glück noch nicht, meinte der neue Ordensritter anschließend. Mit westfälischer Bescheidenheit lenkte er dann die Aufmerksamkeit der Zuhörer beim Pfarrkarneval auf die Verdienste anderer: Seiner Frau Elisabeth dankte er für 44 harmonische Ehejahre und drei Kinder, Herbert Salz dafür, dass er vor 50 Jahren den Orden aus der Taufe gehoben und den Karneval an der Bröl etabliert hat. (mif)
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