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Zum Beispiel

Mesut Eroglu

Erstellt 07.02.10, 22:34h

Im Rahmen unserer Serie stellen wir an dieser Stelle regelmäßig Menschen vor, die vorleben, wie Integration gelingen kann. Heute: der Supermarkt-Filialleiter Mesut Eglu.

Seinen Eltern ist der 30-Jährige noch immer dankbar, „dass sie die Schulbildung von uns Kindern von früh an gefördert haben, weil sie nicht wollten, dass wir mal am Fließband stehen.“ Der in Nippes geborene Kölner türkischer Abstammung ging auf die Realschule und machte dann sein Fachabitur mit kaufmännischem Schwerpunkt . Schon als Schüler, erzählt der Stürmer vom SSV Ostheim, habe er zweimal in der Woche nachmittags im Rewe-Supermarkt auf dem Eigelstein gejobbt und „Regale eingeräumt“.

Nach dem Abitur stellte Marktleiter Udo Ridders den einsatzfreudigen jungen Mann, der damals noch in der Jugendmannschaft des 1. FC Köln kickte, als Azubi ein. Kassieren, Ware bestellen, Wareneingänge kontrollieren, einräumen, Lagerung und Personalplanung: „Das hat viel Spaß gemacht. Mein Chef hat mich sehr gefördert und motiviert , mich zu Schulungen geschickt und auf Warenbörsen mitgenommen“, berichtet Mesut Eroglu. „Er war ein richtig gutes Vorbild.“

Irgendwann sei ihm klar gewesen, dass er „selber eine Filiale“ haben wollte, erzählt der zweifache Vater. Vor fünf Jahren übernahm Mesut Eroglu als Rewe-Partnerkaufmann eine Filiale in Overath, seit 2007 führt er die noch größere Filiale in Bergisch Gladbach an der Mülheimer Straße als eigenständiger Rewe-Kaufmann . 17 Beschäftigte, darunter vier Azubis, 750 Quadratmeter Fläche, Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr: Das bedeutet jede Menge Arbeit. Sein Bruder Ersin (27) ist als stellvertretender Marktleiter mit im Geschäft, seine ebenfalls türkischstämmige Frau (30) sitzt zweimal in der Woche an der Kasse.

„Ich würde es wieder so machen“, sagt Mesut Eroglu. Wegen seines Migrationshintergrundes habe er sich weder in der Schule noch bei der Ausbildung jemals benachteiligt gefühlt. „Das liegt weitgehend an einem selbst, wie man sich integriert und wie weit man kommt“ , ist Eroglu überzeugt. Es reiche eben nicht, nur zu sagen: „Ich will etwas machen.“ Man müsse die Sache auch angehen, sich dafür einsetzen und hart arbeiten. „Eine Portion Glück gehört natürlich auch dazu.“ (KE)



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