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Kommentar zur Beratungsstelle

Hilferufe

Von Eveline Kracht, 08.02.10, 21:51h

Die Entwicklung ist überaus Besorgnis erregend. Schon Vorschulkinder und Grundschüler legen psychische Störungen an den Tag, die Pädagogen überfordern.

Instabile Familienverhältnisse, Gewaltdarstellungen im Fernsehen, Defizite in der Erziehung, Leistungsdruck in der Schule: Wenn junge Menschen sozial oder emotional auffällig werden, ja sogar mit Selbstmord drohen, kann das viele Ursachen haben. In jedem Falle aber handelt es sich um Hilferufe.

Diese Notsignale, Folge veränderter gesellschaftlicher Verhältnisse, müssen früher gehört werden als bisher. Was das Versorgungssystem braucht, sind mehr niederschwellige, qualifizierte Hilfen für Betroffene. Insofern darf auch die Beratungsstelle im Gesundheitsamt nicht nur ein „Projekt“ sein.

Steht erst eine stationäre Unterbringung an, ist schon jede Menge schief gelaufen. Man muss kein Prophet sein, um den Weg ins berufliche und soziale Abseits vorauszusehen, wenn psychische Krankheitsbilder nicht ernst genug genommen werden.



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