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Dienst im Namen des Herrn

Von DIRK VOLKMANN, 09.02.10, 07:06h

So viele Besucher hatte die evangelische Andreaskirche in Schildgen lange nicht mehr erlebt. Zur Verabschiedung von Pfarrer Christoph Noetzel platzte sie förmlich aus allen Nähten...

So viele Besucher hatte die evangelische Andreaskirche in Schildgen lange nicht mehr erlebt. Zur Verabschiedung von Pfarrer Christoph Noetzel platzte sie förmlich aus allen Nähten und trotz zusätzlich aufgestellter Sitzreihen mussten viele Besucher dem von Pfarrerin Claudia Posche geleiteten Gottesdienst aus dem Foyer heraus folgen. „Ja ist denn heut schon wieder Weihnachten“, kommentierte sie den Besucheransturm mit einem Augenzwinkern um im weiteren Verlauf die herausragende Bedeutung der langjährigen Arbeit Christoph Noetzels im Pfarrdienst zu würdigen, der zum 1. März von der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Leiter des Amts für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste berufen wurde.

Domkantorei und

Gospelchor

Musikalisch begleitet vom Gospel-Chor Altenberg, dem Frauen-Chor der Andreaskirche und der Domkantorei Altenberg wurde im Verlauf des Gottesdienstes spürbar, das sich die Freude über die neue Aufgabe Noetzels mit der Sorge um die Zukunft des 2. Gemeindebezirkes der Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg / Schildgen vermischte.

Noetzel war es schließlich, der in den vergangenen 20 Jahren den Förderverein Andreaskirche finanziell so handlungsfähig gemacht hat, dass die Kirche schrittweise um- und ausgebaut werden konnte, und der in den Arbeitsbereichen Ökumene, Bildung, Kultur und Hospizarbeit durch sein Engagement neue Akzente setzte.

Mit bewegenden und zugleich mahnenden Worten beschrieb der Pfarrer seine originäre Aufgabe an der neuen Wirkungsstätte als Dienst im Namen Gottes, die er mit seiner bisherigen Arbeit als Pfarrer gleichsetzte. Die Kirche oder die Gemeinde sei kein Selbstzweck. Der Glaube an das Wort Gottes mache die Kirche zur Kirche und nicht der Pfarrer oder die Pfarrerin.

Nach der feierlichen Entpflichtung Noetzels durch Superintendentin Andrea Vogel, Anne Akkerman und Antje Rineker bat Noetzel mit Hinblick auf den desolaten Zustand des hauseigenen Flügels mit den Worten „Auch wenn wir heute keinen Tanztee veranstalten, habe ich trotzdem noch eine Bitte“, um eine möglichst großzügige Kollekte.

In einer langen Schlange harrten die Gottesdienstbesucher geduldig aus, um sich persönlich bei Noetzel für seine geleistete Arbeit zu bedanken und ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg zu wünschen. Musikalisch begleitet vom Posaunen-Chor Altenberg und „Djodäa“ ließ eine Vielzahl von Gästen und Gratulanten den Tag im Anschluss bei einem Empfang mit Kaffee, Kuchen und kleinen Häppchen ausklingen, bevor sich Noetzel in seinen wohlverdienten einwöchigen Ski-Urlaub verabschiedete.

Die neu zu besetzende Pfarrstelle ist derzeit ausgeschrieben. Bis zu einer Entscheidung übernehmen Pfarrerin Claudia Posche, Pfarrer Thomas Richter und Pfarrer Hermann Kotthaus die Vertretung im Schildgener Bezirk.



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