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Wegberger Klinikskandal

Zitronensaft-Doktor erneut vor Gericht

Erstellt 04.02.10, 13:19h

Der bereits zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilte Ex-Chef der Wegberger Klinik muss sich in einem zweiten Prozess wegen Körperverletzung an 17 Patienten verantworten. Er hatte OP-Wunden mit Zitronensaft desinfiziert; dies führte bei einer Patientin zum Tod.

Die Antonius-Klinik Wegberg
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Die Antonius-Klinik in Wegberg. (Bild: dpa)
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Die Antonius-Klinik in Wegberg. (Bild: dpa)
MÖNCHENGLADBACH - Der Prozess gegen den früheren Klinikchef von Wegberg ist am Donnerstag vor dem Landgericht Mönchengladbach in eine zweite Runde gegangen. Bereits vor drei Wochen war der Ex-Chefarzt Arnold Pier wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wegen der Erkrankung eines Schöffen musste der Prozess daraufhin abgebrochen werden und startete jetzt mit neuen Schöffen und weiteren Ersatzrichtern.

Der frühere Krankenhausleiter muss sich im zweiten Prozess wegen des Vorwurfs der Körperverletzung an 17 weiteren Patienten verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte Pier vorgeworfen, für den Tod von sieben Patienten und für mehr als 60 Fälle von Körperverletzung verantwortlich zu sein. Er habe aus Profitstreben seinen Patienten gesunde Organe entnommen und an teuren Medikamenten gespart, so die Anklage. Wie schon im ersten Verfahren stellten die Verteidiger nach Angaben eines Gerichtssprechers zum Auftakt erneut Befangenheitsanträge gegen die Schöffen und den Vorsitzenden Richter. (dpa/lnw, kr)



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