Erstellt 07.02.10, 14:22h, aktualisiert 07.02.10, 18:06h
Gleich neben der Lindlarer St.-Severins Kirche war Sax 1935 als ältestes von drei Geschwistern geboren worden. Mit 17 Jahren begann er am Lindlarer Amtsgericht eine Verwaltungslehre, später absolvierte er noch eine Ausbildung zum Rechtspfleger. Als solcher war er ab 1965 erneut am Lindlarer Amtsgericht tätig, bis er nach dessen Schließung ans Bensberger Amtsgericht wechselte, wo er bis zum Geschäftsleiter avancierte.
Siegfried Sax hinterlässt Ehefrau Christel, mit der er 49 Jahre verheiratet war und mit der er gemeinsam die beiden Söhne Christoph und Guido groß zog. „Wir hatten immer ein sehr enges familiäres Verhältnis“, sagte Christoph Sax gestern gegenüber der Bergischen Landeszeitung.
Schon vor seinem Eintritt in die Politik engagierte sich Sax für Lindlar: Als Anfang der 70er Jahre der Bau von Schwimmbad und Dreifachturnhalle anstand, arbeitete er im Vorstand des eigens gegründeten Fördervereins. Bis zu seinem Tod unterstützte der passionierte Schütze und Lindlarer Schützenkönig von 1981 zahlreiche Vereine durch seine Mitgliedschaft. Aktiv war er auch im TuS Lindlar, dessen Präsident er von 1992 bis 2001 war.
Politische Gegner und Freunde bescheinigten dem Christdemokraten eine ausgleichende und vermittelnde Art. Als „einen Mann aus dem Volke und für das Volke“, bezeichnete ihn 1995 - anlässlich Sax 60. Geburtstags - der damalige Wipperfürther Bürgermeister Hans-Leo Kausemann. So habe Sax stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger gehabt. 1997 zog sich Sax zwei Jahre vor dem Ende der Legislaturperiode aus der Gemeindepolitik zurück. Im Oktober 2009 legte er nach 35 Jahren sein Kreistagsmandat nieder. (EB)
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22. April 2012,
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