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Kölner Haie

Übel der chronischen Auswärtsschwäche

Von Morten Sams, 08.02.10, 08:52h, aktualisiert 08.02.10, 10:56h

Trotz einer 2:0-Führung verlieren die Kölner Haie gegen die Hannover Scorpions mit 2:3. Es war die achte Niederlage für die Haie in den vergangenen neun Auswärtspartien. Platz sechs bleibt für die Mannschaft von Bill Stewart unerreichbar.

Kölner Haie
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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
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Die Kölner Haie. (Symbolbild: dpa)
Mit dieser chronischen Auswärtskrankheit wird das nichts mehr für die Kölner Haie mit der direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Trotz der Unterstützung von 800 mitgereisten Fans musste der KEC am Sonntag bei den Hannover Scorpions ein bitteres 2:3 (2:0, 0:2, 0:1) und damit die achte Niederlage in den jüngsten neun Auswärtsaufgaben hinnehmen. Bitter, weil die Haie einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gaben und weil sie nach den Erfolgen von Mannheim und Iserlohn mehr denn je auch um die Qualifikation für die Pre-Playoffs (Platz sieben bis zehn) bangen müssen.

Gestärkt durch zuletzt zwei Siege in Folge sahen die Kölner nach dem ersten Drittel zunächst wie der Sieger aus. Selbstbewusst und kaltschnäuzig nutzten sie zwei ihrer Überzahlspiele durch Mats Trygg (13.) und Marcel Müller (17.) zu einem komfortablen 2:0-Vorsprung. Ein trügerischer Komfort, denn die vom Ex-Kölner Hans Zach trainierten Scorpions kämpfen selber noch die direkte Playoff-Qualifikation und machten dies im zweiten Durchgang auch vehement deutlich. Mit einem schnellen Überzahltreffer von André Reiß (21.) und dem Ausgleich von Aris Brismanis (32.) stellte Hannover die Schalter wieder auf Ausgangsstellung.

Hatten die Haie schon im zweiten Drittel mit ihrer Disziplin und zahlreichen Strafzeiten zu kämpfen, setzten sie im Schlussabschnitt noch einen drauf. 45 Minuten waren absolviert, da leistete sich Jason Jaspers ein Stockfoul mit Verletzungsfolge. Für den Kanadier war die Partie damit nicht nur beendet, er ist zudem am kommenden Freitag bei der nächsten Partie in Ingolstadt gesperrt - und seinen Teamkollegen stand eine fünfminütige Unterzahl bevor. Diese überstanden sie zwar mit Glück und Verstand, doch als gleich im Anschluss an Jaspers Strafe Bryan Adams schon wieder das Sünderbänklein aufsuchen musste, war es um die Kölner geschehen. Matt Dzieduszycki nutzte die erneute Überzahl zum letztlich entscheidenden 3:2 (51.).

Entscheidend, weil der KEC seine durchaus vorhandenen Möglichkeiten zum Ausgleich nicht nutzte. Zwei Strafzeiten in den letzten zwei Minuten blieben für Hannover ebenso ohne Folge, wie der Versuch von Haie-Trainer Bill Stewart seinen Torwart Lars Weibel durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen, weil Stéphane Julien nur den Pfosten traf. Was den Kölnern bleibt, ist die Gewissheit, dass es in dieser Saison für sie Kölner wohl nur über die Pre-Playoffs ins Viertelfinale gehen kann.

Köln:

Weibel; Julien, Lüdemann; Mo. Müller, Trygg; Ankert, Renz; Landry; Ciernik, Jaspers, Ma. Müller; Adams, Ullmann, Rudslätt; Frosch, Hecquefeuille, Bartek; Melischko, Ohmann, Flaake. -

SR.:

Lenhart/ Looker (Darmstadt/USA) -

Zuschauer:

6705. -Tore:

0:1 Trygg (12:39/5:4), 0:2 Marcel Müller (16:15/5:3), 1:2 Reiß (20:46/ 5:4), 2:2 Brimanis (31:18), 3:2 Dzieduszycki (50:58/5:4). -Strafminuten:

Hannover 18 plus 10 Disziplinar. Goc; Köln 19 plus plus Spieldauer Jaspers.



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