Schriftgröße

Wohnungsbrand in Siegburg

Flammen hinter dem Rollladen

Von Thomas Heinemann, 08.02.10, 14:45h, aktualisiert 08.02.10, 17:12h

Bei einem Brand im Stadtteil Zange ist am Montagmorgen die Wohnung einer Seniorin den Flammen zum Opfer gefallen. Die Seniorin lag zum Brandzeitpunkt in einem Krankenhaus - ein Mitbewohner konnte sich ins Freie retten.

Wohnungsbrand in Siegburg
Bild vergrößern
Der Einsatz der Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Wohnung der Seniorin völlig ausbrannte. (Bild: Heinemann)
Wohnungsbrand in Siegburg
Bild verkleinern
Der Einsatz der Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Wohnung der Seniorin völlig ausbrannte. (Bild: Heinemann)
Siegburg - Bei einem Brand im Stadtteil Zange ist am Montagmorgen die Wohnung einer Seniorin von Flammen völlig zerstört worden. Kurz nach 7 Uhr hatten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Hohenzollernstraße den Brand im zweiten Obergeschoss bemerkt, weil dichter Qualm sich im Gebäude ausgebreitet hatte. Die Seniorin lag zum Brandzeitpunkt in einem Krankenhaus.

Noch vor Eintreffen der Feuerwehr konnten sich die Mitbewohner des Hauses ins Freie retten. Doch dichte Rauchwolken und Funkenflug über dem Dach signalisierten den per Sirenenalarm informierten und zügig anrückenden Einsatzkräften nichts Gutes: Hinter den heruntergelassenen Rollläden hatte sich das Feuer unbemerkt schon in der gesamten Wohnung ausbreiten können. Als die Hitze schließlich Fenster und die Balkontüre zum Garten des Hauses bersten ließ, gaben sie dramatische Einblicke ins Flammenmeer in der Wohnung: Ein hellroter Schein erleuchtete den Garten, die Hit ze hatte die Kunststoffrollläden schmelzen lassen und ließ das Löschwasser verdampfen.

Mit echter Millimeterarbeit gelang es der Feuerwehr unter Leitung von Siegburgs Feuerwehrchef Thomas Glatz, das Teleskoparm-Fahrzeug in den Hinterhof des Hauses zu manövrieren, um dort aus der Luft einen massiveren Löschangriff zu wagen. Zwischenzeitlich war ein Helfer auf der Gebäuderückseite unter dem Balkon mit einem Rohr in Stellung gegangen, um ein Übergreifen der Flammen auf den ausgebauten Dachstuhl zu verhindern. Nach wenigen Sekunden gelang es auch mit Atemschutz ausgerüsteten Trupps, durch das verqualmte Treppenhaus ins Wohnungsinnere vorzustoßen.

Von allen Seiten in die Zange genommen, war der Brand nach einer guten Stunde weitestgehend unter Kontrolle.

Doch auch der massive Löscheinsatz der 35 Einsatzkräfte, die mit acht Fahrzeugen angerückt waren, konnte nicht verhindern, dass das gesamte Mobiliar und die Habe der Seniorin durch das Feuer vernichtet wurden. Gegen 9 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei, die nach ersten Ermittlungen mitteilte, dass mit großer Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt der Nachtspeicherheizung den Brand ausgelöst habe. Erst danach können die Aufräumarbeiten im und am Haus beginnen.

Die Mitbewohner des Hauses zeigten sich am frühen Morgen erschrocken, aber gefasst. Den beißenden Brandgeruch, der als Qualmwolke über die Siegauen hinweg bis nach Sankt Augustin-Menden zog, werden sie noch Wochen riechen müssen. In einer ersten Schätzung bezifferte die Feuerwehr den Gesamtschaden auf rund 100.000 Euro.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Rundschau-Aktion


Rundschau-Serie


Bildergalerien


Extra


Rundschau-Serie


Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Kino & Film - Suche


Rundschau-Service


Rundschau-Service


Rundschau-Forum


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)


Lokalsport



Extra


Dienste