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Zug in Bad Münstereifel

Vampire können sooo süß sein

Von Schwatze Michael, 15.02.10, 15:50h

Rund 360 Teilnehmer voller Freude, Spaß und jeder Menge Fantasie hatten sich - leere Kasse hin, Schneematsch her - auf diesen Zoch gefreut. Und das sah man auch!

Bad Münstereifel - "Im Tourismus tote Hose" hatten die "Tüte-Nüggel" auf ihren Wagen geschrieben, der das Kurhaus darstellte und das Aus von Hotels und die Misere der Kur aufs Korn nahm. Tote Hose etwa auch im Karneval? Mitnichten! Dieser Gefahr weiß sich Bad Münstereifel erfolgreich zu erwehren. Rund 360 Teilnehmer voller Freude, Spaß und jeder Menge Fantasie hatten sich - leere Kasse hin, Schneematsch her - auf diesen Zoch gefreut. Und das sah man auch!!!

Da wurde Heino zum Bettler, da gingen die Kids der Kita "Magische 12" als Feen, Zauberer und Hexen und da jubelten die 15 Cheerleaders der Gruppe Petra Mahlberg, wenn ihre breitschultrigen Jungs - begleitet von einem Urschrei - einen Football 20 Meter durch die Straßen warfen, ohne dass dieser den leicht schneebedeckten Boden berührte. Irre gruselig auch die Vampire der "Fiedelia Kutterfrisch", die sich so geschickt geschminkt hatten, dass einem erst gruselig wurde, aber beim zweiten Blick das ein oder andere lecker Mädche hinter der blutrünstigen Fassade zu entdecken war. Soll auch keiner sagen, die Jugend habe mit dem ursprünglichen Karneval nix am Hut! Abiturienten der beiden Gymnasien nahmen die Bildungspolitik unter die Lupe: "Wir verlassen das sinkende Schiff - zwischen Burn-out und G 8". Sie waren so ziemlich die letzten, denen die acht-jährige Gymnasialzeit noch erspart blieb. Und weil Matrosen nun mal auch Hunger haben, gab's lecker Fischstäbchen vom Grillgitter.

Runde 50 Minuten dauerte es, bis die 24 Gruppen durch Orchheimer Tor ins Stadtinnere kamen. Zugleiter Jörg Meyer, der den erkrankten Dirk Isenberg vertrat, war glücklich: "Das war so toll. Es waren trotz des Schnees kaum weniger Leute da als sonst. Nur die haben noch besser mitgefetzt als früher - vielleicht sogar wegen der Kälte." Dorf-Sheriff "Ohmelli", der den Anpfiff zum Zug gab, dachte an die, die das alles erst möglich gemacht haben: "Toll, dass die Jungs vom Bauhof schon morgens um fünf unterwegs waren, um den Zugweg frei zu räumen."



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