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„Spaß ohne Glas”

Flaschenverbot auch am 11.11.

Von Daniel Taab, 17.02.10, 08:35h, aktualisiert 17.02.10, 09:07h

"Spaß ohne Glas" wird es möglicherweise auch bei anderen Großveranstaltungen in der Stadt geben. Zumindest aber wird das neue Flaschenverbot am 11.11. zum Beginn der Karnevalszeit gelten, der so attraktiver sein soll.

Glasverbot
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Das Ordnungsamt kontrollierte, ob das ab Weiberfastnacht geltende Glasverbot eingehalten wurde. (Foto: Sevenich)
Glasverbot
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Das Ordnungsamt kontrollierte, ob das ab Weiberfastnacht geltende Glasverbot eingehalten wurde. (Foto: Sevenich)
KÖLN - Nach der erfolgreichen Umsetzung des Glas- und Glasflaschenverbots soll es künftig auch schon am 11. 11. "Spaß ohne Glas" geben. Das ist das erklärte Ziel von Polizei und Ordnungsamt. "Das Glasverbot war ein voller Erfolg. Dies wollen wir auch im November bei der Sessionseröffnung wiederholen", betonte Polizeioberrat Volker Lange, der sich vor den Tollen Tagen zusammen mit der Stadt für das Verbot stark gemacht hatte. "Wir wollten den Straßenkarneval für die Teilnehmer attraktiver gestalten. Und dies ist uns gelungen", ergänzte Lange.

Ob künftig bei allen Großveranstaltungen in Köln ein Flaschenverbot durchgesetzt wird, ist dagegen noch fraglich. "Wir werden mit der Polizei, den Krankenhäusern und der Feuerwehr eine Gefährdungsanalyse durchführen", sagte Robert Kilp, Chef des Ordnungsamtes. Erst danach könne eine Entscheidung getroffen werden. Konkret soll in der Runde über die Kölner Lichter, den Christopher Street Day und Silvester gesprochen werden. Der Malteser-Hilfsdienst würde begrüßen, wenn es bei künftigen Events erneut ein Flaschenverbot gäbe. "Wir hatten beispielsweise am Rosenmontag nur vier Schnittverletzungen zu verarzten. Das ist schon revolutionär", betonte Sprecher Kai Vogelmann. Genaue Zahlen über Schnittverletzungen will die Stadt in den kommenden Tagen vorlegen.

Eine Ausweitung des Glasverbotes in Köln außerhalb der Altstadt, Ringe oder dem Zülpicher Viertel hält Polizeioberrat Volker Lange nicht für erforderlich. Beispielsweise in der Südstadt, wo Jecke an den Tollen Tagen mit gefüllten Bierflaschen unterwegs waren, herrsche eine andere Feierkultur. "Dort findet eine vernünftige Form des Straßenkarnevals statt", sagte der Einsatzleiter, der sich selber ein Bild von der Lage am Zoch gemacht hat. Bei der Polizei hat das Verbot nur positive Reaktionen ausgelöst. Der Einsatzleiter der Hundertschaft sagte, dies sei die beste Entscheidung gewesen, die die Polizei in den letzten Jahren umgesetzt habe. Und ein Polizist, der seit 21 Jahren an Karneval Dienst versieht, meinte: "So wenig Scherben an Karneval habe ich in der Altstadt noch nie gesehen. Man konnte fast barfuß über den Alter Markt laufen". Ordnungsamtsleiter Kilp lobte die Bürger, die sich gut auf das Verbot eingestellt und keinen Ärger angezettelt hätten. Von 3275 kontrollierten Jecken war ein einziger Karnevalist mit dem Glasverbot nicht einverstanden. Ihm wurde eine Zwangsgeldandrohung ausgehändigt, so die Stadt. Gegen drei Kioske wurde ein Verfahren eingeleitet. In 113 Fällen mussten Einsatzkräfte Minderjährigen hochprozentigen Alkohol wegnehmen.



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