Von Manfred Reinnarth, 18.02.10, 21:03h, aktualisiert 19.02.10, 17:14h
Es geht nach Angaben des Betriebsrates um rund 40 Beschäftigte, zu denen auch Konzor selbst gehört. Der Dekorateur ist seit 25 Jahren in dem Kino beschäftigt. Große Investitionen habe es schon seit langem nicht mehr gegeben. Das Mobiliar gehöre dem Vermieter, einer Fondsgesellschaft. Die Cinestar-Gruppe sei bereit gewesen, zu modernisieren, wenn der Vermieter im Gegenzug die Miete gesenkt hätte. „Aber der Vermieter hat sich kein bisschen bewegt“, berichtet Konzor.
Der Ufa-Palast wurde 1931 am Hohenzollernring nach Plänen des Architekten Wilhelm Riphahn errichtet. Mit 3000 Sitzplätzen war er lange Zeit das größte Kino in Westdeutschland. Ufa steht für die „Universum-Film AG“. 1917 gegründet, betrieb sie 1936 bereits mehr als 100 Kinos, 1938 waren es schon 5446. Im Jahre 1956 übernahm ein Bankenkonsortium die Ufa; 1964 wurde die Bertelsmanngruppe Eigentümerin, 1972 Heinz Riech. Damals wurden die großen Vorkriegssäle aufgeteilt, der Begriff des Schachtelkinos entstand.
Nach der Ufa-Insolvenz im Jahre 2002 und einer kurzen Zeit unter Cinemaxx-Regie war der Betrieb von Cinestar übernommen worden - einem Unternehmen der Kieft & Kieft-Gruppe. Die Geschwister Kieft aus Lübeck führen heute die Geschäfte für 79 Kinos. Das Kölner Lichtspielhaus ist in 13 Säle aufgeteilt und verfügt heute über 2226 Sitzplätze.
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