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Kino

Bald letzte Vorstellung im Filmpalast

Von Manfred Reinnarth, 18.02.10, 21:03h, aktualisiert 19.02.10, 17:14h

Das Kino "Filmpalast" am Hohenzollernring wird am 31. März seine letzte Vorstellung geben. Man habe zwar versucht eine Schließung abzuwenden, doch die Verhandlungen seien gescheitert. Die rund 40 Mitarbeiter werden vorraussichtlich entlassen.

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Der Filmpalast schließt Ende März. (Bild: Schmülgen)
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Der Filmpalast schließt Ende März. (Bild: Schmülgen)
Köln - Im Filmpalast am Hohenzollernring sollen schon bald die Lichter ausgehen. Wie der Betriebsrat berichtet, ist die Betriebsstilllegung mit ihm zum 31. März vereinbart. Derzeit liefen noch die Verhandlungen zu einem Interessen- und Sozialplan für die Mitarbeiter. „Wir sind schon Ende November zur Mitarbeit daran aufgefordert worden“, sagt Siegfried Konzor, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Cinestar. „Seit Mitte Januar wird verhandelt. Ende nächster Woche dürften wir so weit sein, dass die Entlassungen rausgeschickt werden.“ Die Cinestar-Gruppe äußerte sich gestern nicht dazu.

Es geht nach Angaben des Betriebsrates um rund 40 Beschäftigte, zu denen auch Konzor selbst gehört. Der Dekorateur ist seit 25 Jahren in dem Kino beschäftigt. Große Investitionen habe es schon seit langem nicht mehr gegeben. Das Mobiliar gehöre dem Vermieter, einer Fondsgesellschaft. Die Cinestar-Gruppe sei bereit gewesen, zu modernisieren, wenn der Vermieter im Gegenzug die Miete gesenkt hätte. „Aber der Vermieter hat sich kein bisschen bewegt“, berichtet Konzor.

Der Ufa-Palast wurde 1931 am Hohenzollernring nach Plänen des Architekten Wilhelm Riphahn errichtet. Mit 3000 Sitzplätzen war er lange Zeit das größte Kino in Westdeutschland. Ufa steht für die „Universum-Film AG“. 1917 gegründet, betrieb sie 1936 bereits mehr als 100 Kinos, 1938 waren es schon 5446. Im Jahre 1956 übernahm ein Bankenkonsortium die Ufa; 1964 wurde die Bertelsmanngruppe Eigentümerin, 1972 Heinz Riech. Damals wurden die großen Vorkriegssäle aufgeteilt, der Begriff des Schachtelkinos entstand.

Nach der Ufa-Insolvenz im Jahre 2002 und einer kurzen Zeit unter Cinemaxx-Regie war der Betrieb von Cinestar übernommen worden - einem Unternehmen der Kieft & Kieft-Gruppe. Die Geschwister Kieft aus Lübeck führen heute die Geschäfte für 79 Kinos. Das Kölner Lichtspielhaus ist in 13 Säle aufgeteilt und verfügt heute über 2226 Sitzplätze.



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