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Mit Selbstbewusstsein in den Wahlkampf

Von MICHAEL FIEDLER-HEINEN, 01.03.10, 07:09h

Mit Zuversicht und einer großen Portion Selbstbewusstsein ziehen Oberbergs Grüne in den Landtagswahlkampf. Und mit zwei unumstrittenen Kandidaten: Jeweils einstimmig hat am...

WIEHL. Mit Zuversicht und einer großen Portion Selbstbewusstsein ziehen Oberbergs Grüne in den Landtagswahlkampf. Und mit zwei unumstrittenen Kandidaten: Jeweils einstimmig hat am Freitagabend die Kreisversammlung in Wiehl den 56-jährigen Gummersbacher Konrad Gerards und den 51-jährigen Wiehler Uwe Söhnchen als Landtagskandidaten nominiert. Gerards tritt im Wahlkreis 23 (Gummersbach, Hückeswagen, Lindlar, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth) an, Söhnchen im Wahlkreis 24 (Bergneustadt, Engelskirchen, Morsbach, Nümbrecht, Waldbröl, Reichshof und Wiehl).

Beide Kandidaten sind seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik aktiv, Konrad Gerards ist zudem aktueller Kreissprecher. Mit Unterbrechung ist der Bünghausener seit zehn Jahren im Rat der Stadt Gummersbach, beruflich ist der 56-jährige Vater zweier Kinder als Sozialarbeiter in Wiehl tätig. Und das Thema „soziale Gerechtigkeit“ ist ist eines der Hauptthemen des Landtagskandidaten. Die Frage, ob er auf der Landesliste der Grünen abgesichert ist, beantwortete Gerards nicht ganz ernst aber selbstbewusst: „Uwe Söhnchen und ich gehen davon aus, dass wir direkt gewählt werden.“

Ganz sicher im neuen Landtag, der am 9. Mai gewählt wird, ist die Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann, gleichzeitig Spitzenkandidatin der Partei, die ab Mai wieder Regierungsverantwortung in Düsseldorf übernehmen will. Ihre Rede in Wiehl war gleichzeitig auch der Wahlkampfauftakt für die Grünen Oberberg, die bis zum 9. Mai bereits eine ganze Reihe größerer Veranstaltungen auf der Agenda haben, unter anderem das Fest zum 25-Jährigen der Grünen Engelskirchen am kommenden Samstag, die Bühnentour mit Renate Künast am 12. April in Gummersbach oder die Demo gegen Rechtsradikalismus am 8. Mai in Radevormwald.

Bei den Themen Bildung und soziale Gerechtigkeit, glaubt Gerards, profitierten die Grünen von der jüngsten Aussagen der FDP sowie der schwarz-gelben Bundes- und Landesregierung. Besonders Guido Westerwelle spiele Arm gegen Arm aus, statt Arm und Reich zu vergleichen.

Uwe Söhnchen, Landtagskandidat für den Südkreis, war „Willy-Brandt-Fan“, ehe er Anfang der 80er Jahre zu den Grünen stieß, die Volkszählung war damals der Auslöser, sich wie auch sein Vater Friedel bei den Grünen zu engagieren. Seit 13 Jahren ist Uwe Söhnchen, der in Gummersbach einen privaten Pflegedienst betreibt, im Kreistag.



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