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Kommentar

Protest

Von Hartmut Wilmes, 01.03.10, 19:34h

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens für die Sanierung des Kölner Schauspiels haben bereits über 32.000 Stimmen gesammelt. Das sind weit mehr als nötig.

Glückwunsch, das ging schnell. Offenbar hat das Bürgerbegehren schon jetzt die Ziellinie überquert - gewiss begünstigt durch eine Kölner „Jetzt reicht's“-Stimmung im Zug von Archiv-Einsturz und U-Bahn-Pfusch. Mit dem Neubau-Beschluss fürs Schauspielhaus trifft dieser Protest ausgerechnet eine quälend lange gereifte Entscheidung, der kein Klüngel-Verdacht anhaftet.

Dass ausgerechnet das jahrelang für entbehrlich erklärte Riphahn-Schauspiel nun zur architektonischen Reliquie erhoben wird, mag zwar befremden - andererseits weckt der Neubau offenbar deutlich mehr Argwohn als Zustimmung. Sei's drum, Rat und Verwaltung werden erneut in die inhaltliche Debatte einsteigen müssen. Das betrifft auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens, die ihre These deutlich geringerer Sanierungskosten und minimalen Zeitverzugs belegen sollten.



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