Von Ralf Arenz, 08.03.10, 21:39h
„Die Händler sind realistisch; sie fürchten um ihre Existenz, die nach dem Abflauen der Sonderkonjunktur gefährdet sein kann“, sagte Meinig. Die Autohersteller oder Importeure würden weiter versuchen, Marktanteile auf Kosten der Händler zu gewinnen. Zu viel produzierte Autos kämen auf den Hof der Händler, die sie nur mit Rabatten verkaufen könnten, so Meinig.
Die zufriedendsten Händler hat wie im Vorjahr der japanische Hersteller Subaru. Bestnoten erhält er etwa für seine Außendienstmitarbeiter oder für die Erreichbarkeit der Bestellabwicklung. Zufriedenheit im Kfz-Handel müsse gar nicht viel Geld kosten, so Meinig. Ein Hersteller müsse aber zeigen, dass er für seine Händler da ist. „Genau dies fördert nicht nur eine gute Stimmung im Absatzkanal und die Motivation der Händler, sondern trägt auch zur Kundenzufriedenheit und letztendlich zu besseren Verkaufszahlen bei“, sagte Meinig. Auf den Plätzen folgen Smart und Hyundai.
Bei der diesjährigen Erhebung, der 16. seit 1995, stieg zwar die Zufriedenheit bei neun Fabrikaten, bei zehn ließ sie aber nach, darunter besonders deutlich bei Renault. Der Importeur, dessen Deutschlandzentrale in Brühl angesiedelt ist, landete auf Platz 15 von 19 untersuchten Fabrikaten. Schlusslicht ist Mazda. „Hier herrscht Eiszeit zwischen Händlern und Hersteller“, sagte Heike Mallad vom FAW.
An Ford kritisieren die Händler laut FAW vor allem die Zahlungsmoral des Herstellers, wenn es um Prämien oder Sonderzahlungen geht. Auch mit der Bestellabwicklung bei Neuwagen und der Information bei Lieferverzögerungen sind sie nicht einverstanden. Den Umgang mit Gebrauchtwagen empfinden die Händler dagegen als vorbildlich. Insgesamt reicht es für den Kölner Autobauer nur zu Platz 13.
Einmal mehr bester Massenhersteller in den Augen der Händler ist Opel auf Platz fünf. Die Qualität der Neuwagen bewerten sie zwar schlechter als 2009. Ausgesprochen zufrieden sind sie aber mit der Kommunikationsatmosphäre.
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