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Kölsche Charme-Offensive in China

Von Anna Hagebusch, 08.03.10, 23:12h

Die Höhner, die Fechterin Britta Heidemann, die Oper und die Roten Funken rühren fernab der Heimat kräftig die Werbetrommel für Köln. Bei der Expo in Schanghai will das kunterbunte Ensemble weitere Unternehmen für die Domstadt gewinnen.

Chinareise
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Kölner Aushängeschilder: Victor Vogt, Fritz Jäckel, OB Roters, Heinz Günther Hunold und Renate Molsner /vorne v. l.) mit Britta Heidemann (M.) und den Höhnern. (Bild: Gauger)
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Kölner Aushängeschilder: Victor Vogt, Fritz Jäckel, OB Roters, Heinz Günther Hunold und Renate Molsner /vorne v. l.) mit Britta Heidemann (M.) und den Höhnern. (Bild: Gauger)
Höhner auf Chinesisch - keine delikate Hauptspeise aus Fernost, sondern ein sehr konkreter Plan für den September 2010: Gemeinsam mit 130 Roten Funken, Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann, einem Ensemble der Oper, einer Delegation der Stadt um OB Jürgen Roters sowie Unternehmern aus ganz NRW und Vertretern des Wirtschaftsministeriums wird die kölsche Band unter anderem zur Weltausstellung nach Schanghai reisen.

Auf der größten Bühne des Expo-Geländes werden die Höhner am 20. September gemeinsam mit den Roten Funken und Britta Heidemann die Nordrhein-Westfalen-Woche mit einem Konzert eröffnen. „Ich habe zusammen mit Henning Krautmacher schon überlegt, ob ich es wagen soll, eine kleine Strophe aus einem Höhner-Lied auf Chinesisch zu singen“, erzählte Britta Heidemann, die mit 15 Jahren das erste Mal für drei Monate in einer chinesischen Familie zu Gast war und seitdem immer wieder ins Reich der Mitte gereist ist.

Rund 200 chinesische Unternehmen haben sich inzwischen in Köln niedergelassen. Bei der Stadt und der IHK Köln - die in NRW als Schwerpunktkammer das Chinageschäft koordiniert - hofft man, dass die kölsche Charme-Offensive dazu beiträgt, dass diese Zahl bald weiter steigt. Die Stärken der Stadt als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort sollen in China überzeugen, wie Victor Vogt, Geschäftsführer Internationales bei der IHK, erklärte. „Als größte Stadt in NRW nehmen wir die Führerschaft für uns in Anspruch und haben die besten Botschafter unserer Stadt gebeten, uns auf die Expo zu begleiten“, erklärte OB Jürgen Roters.

Nach dem Aufenthalt in Schanghai ist die Weiterreise nach Peking, Kölns Partnerstadt, geplant. Wichtigste Anlaufstelle der Kölschen ist hier die Gaststätte „Landgraf“ von Fritz Jäckel, der als Wirtschaftsbotschafter die Kölner Interessen in Peking vertritt und dort mit Renate Molsner seit einigen Jahren die Wahl einer chinesischen Karnevalsprinzessin organisiert.

Funken-Präsident Heinz Günther Hunold betonte seinerseits, dass das Traditionskorps, das vor einigen Jahren bereits in Japan war, die Reise selbst finanziert und auch sonst keine Mühen scheut: Derzeit wird gerade die Homepage der Funken erweitert: Sie wird bald auch auf Chinesisch zur Verfügung stehen.



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