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Kunstverein ist wieder im Aufwind

Von HANNA STYRIE, 10.03.10, 07:03h

Der Kunstverein zu Frechen hat die Talsohle durchschritten. „Die Finanzen sind saniert“, verkündete Vereinsvorsitzender Helmut Kesberg, „wir haben drei Minusjahre...

FRECHEN. Der Kunstverein zu Frechen hat die Talsohle durchschritten. „Die Finanzen sind saniert“, verkündete Vereinsvorsitzender Helmut Kesberg, „wir haben drei Minusjahre erfolgreich abgearbeitet“. Mit dazu beigetragen haben Spenden und eine Kunstauktion, vor allem aber der Wegfall der Personalkosten nach der Trennung von der hauptamtlichen Geschäftsführerin im vergangenen Herbst.

Die stabile Finanzlage hat dazu geführt, dass der Kunstverein sich jetzt eine Bürokraft auf 400 Euro-Basis leisten kann. Tanya Kindermann hat ihre Stelle bereits am 1. Februar angetreten und ist während der Öffnungszeiten des Kunstvereins (dienstags und donnerstags von 10-13 Uhr) im Büro am Kolpingplatz erreichbar.

Kesberg und seine Stellvertreterin Jenny Graf-Bicher haben zusammen mit ihren Vorstandskollegen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, Tagesfahrten und Kunstreisen auf die Beine gestellt. Am 17. April geht es in das Brüsseler Magritte-Museum; zur Vorbereitung hält Jenny Graf-Bicher am 13.4. um 19.30 Uhr in der VHS einen Dia-Vortrag.

Die Kulturhauptstadt Essen steht am 12. Juni im Mittelpunkt. Besichtigt werden das erweiterte Museum Folkwang mit dem kürzlich fertig gestellten Anbau von David Chipperfield und die Zeche Zollverein, wo man auch einen Blick in das „red dot design museum“ werfen kann. Das Museum „Kunstquartier Hagen“ mit dem neu eröffneten Emil Schumacher-Museum und dem Karl Ernst Osthaus- Museum steht am 5. September auf dem Programm.

Die erste Kunstreise des Jahres führt vom 6.-9. Mai nach Basel. Höhepunkt ist der Besuch der Fondation Beyeler in Riehen; ein Ausflug führt nach Weil am Rhein zum Vitra Design Museum. Das ungarische Pécs ist neben dem Ruhrgebiet und Istanbul ebenfalls Kulturhauptstadt des Jahres 2010. Die Universitätsstadt ist ebenso Ziel einer Reise vom 10.-14 September wie Budapest.

Auch im Rheinland locken attraktive Ausstellungen. Dazu gehören die Landschaften der drei deutschen Impressionisten Liebermann, Corinth und Slevogt, die im Wallraf-Richartz-Museum gezeigt werden. Zum Besuch lädt der Kunstverein für den 1. Juli. Die neue Ausstellung in Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums, besichtigt man am 22. Oktober.

Auch die eigene Ausstellungstätigkeit des Kunstvereins wird wieder intensiviert. Arbeiten von Dan Hepperle und Edelstahlskulpturen von Lon Pennock sind ab 23. April auf der Empore des Stadtsaals zu sehen. Das Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung in Buschbell ist Schauplatz der Gruppenausstellung „Rheinbrücke“, an der sich Elizabeth Weckes, Matthias Brock, Min Clllara Kim und Hugo Bugoslawski beteiligen (24.9.-3.10.). Alle sind der großformatigen gegenständlichen Malerei verpflichtet.

In den Kunstvereinsräumen werden die beliebten Jahresgaben präsentiert. Eröffnung ist am 19. November.

Gesichert ist die Grafik-Triennale, die im September 2011 im Stadtsaal stattfinden wird. „Wir haben keine Alternative“, sagt Helmut Kesberg. Mit verbesserter Beleuchtung und einem Raumkonzept soll das Ambiente aufgewertet werden.

 www.kunstverein-frechen.de



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