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Glasfaserkabel liegt schon in Heppendorf

Von DIETMAR FRATZ, 10.03.10, 07:03h

Entgegen der Aussage Gregor Theißens ist Heppendorf mittels eines Glasfaserkabels in zeitgemäßem Übertragungstempo an die große weite Welt des Internets angebunden. Obwohl in der...

ELSDORF. Entgegen der Aussage Gregor Theißens ist Heppendorf mittels eines Glasfaserkabels in zeitgemäßem Übertragungstempo an die große weite Welt des Internets angebunden. Obwohl in der Elsdorfer Ratssitzung im Dezember das Vorhandensein in den Raum gestellt wurde, dementierte der bei der Telekom für den Ausbau des DSL-Netzes zuständige Theißen im Rat diese Annahme kategorisch.

Nachforschungen haben daraufhin ergeben, dass T-Systems, eine Tochtergesellschaft der Telekom für Geschäftskunden, ein solches Kabel, allerdings bislang exklusiv zu einem Einzelkunden in Heppendorf, Zippel Media in der Stammelner Straße, betreibt. Jetzt will die Gemeindeverwaltung, die bei Zippel schon große Bereitschaft zur Zusammenarbeit erkannt haben will, mit T-Systems ins Gespräch kommen, um zu erfahren, welche technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten bestehen, dieses Kabel für ein flächendeckendes Netz zu nutzen.

Die Einwohner von Heppendorf sollen jetzt der Gemeinde ihr Interesse an einem DSL-fähigen Anschluss bekunden, damit die „geschäftlichen Zukunftsaussichten“ des Breitbandanschlusses ausgelotet werden können. Die mündliche oder schriftliche Äußerung, an einem Anschluss interessiert zu sein, sei nicht verbindlich, wie die Gemeinde betont. Sie diene lediglich dazu, „einen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen späteren Betreiber zu schaffen“. Als Mindestanforderung kursieren Zahlen zwischen 200 und 300 Interessenten. Aber auch für die müsse geklärt werden, ob Leitungen gelegt werden müssen, oder ob das Kupferkabel auf der kurzen Restdistanz für ausreichenden Datenfluss sorgt.

Für die übrigen leitungstechnisch unterversorgten Bereiche im Gemeindegebiet, zum Beispiel in Oberembt, gibt es nach Auskunft des Beigeordneten Johannes Mies keine Neuigkeiten. Zwar sei eine Versorgung ausgeschrieben, die Anbieter hielten sich jedoch in Grenzen, wusste Mies. Zu prüfen sei, ob nicht auch Handymasten als Basis für eine DSL-Funklösung genutzt werden könnten. „Damit wäre das Problem der Leitungsverlegung und der dazu gehörigen Grundstücksfragen aus der Welt“, gewann der Beigeordnete dieser Variante einige Vorzüge ab, zumal in Oberembt und in Berrendorf neue Masten in Planung sind, mithin gleich zwei Gebiete, die sehr lückenhaft versorgt sind.

Ortsvorsteherin Jutta Gros-Küpper hatte bereits im vergangenen Jahr eine Unterschriftenaktion gestartet, um das für einen Anbieter attraktive Interesse an DSL-Anschlüssen in Oberembt darzustellen. Eine solche gezielte Fragebogenaktion regte Gros-Küpper jetzt auch für Heppendorf zur Beschleunigung des Verfahrens an. Die Heppendorfer sind nun aufgerufen, ihr Interesse an einem schnellen DSL-Anschluss telefonisch im Ratsbüro unter der Rufnummer (0 22 74) 70 93 30 anzumelden.



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