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Tagung

Masterplan gegen Flächenfraß

Von Julian Hylla, 09.03.10, 21:45h

Jeder kennt sie und keiner mag sie - brachliegende Flächen und Grundstücke. Irgendwo rundherum um die eigenen vier Wände findet man immer einen solchen Schandfleck. Doch was tun?

Baulücke
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Zahlreiche Stellen in Köln könnten räumlich besser genutzt werden - so auch diese. (Bild: Gauger)
Baulücke
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Zahlreiche Stellen in Köln könnten räumlich besser genutzt werden - so auch diese. (Bild: Gauger)
Köln - Um Antworten auf Fragen wie diese zu diskutieren, trafen sich gestern rund 200 Architekten, Stadtplaner und Investoren zum Symposium „Bauland Innenstadt“. In das Bürgerzentrum in Nippes eingeladen hatte die Architektenkammer NRW zusammen mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes.

Von einem „zu hohen Flächenverbrauch in NRW“ sprach Dr. Alexander Schink, Staatssekretär im Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, gleich zu Beginn seines Vortrags. Beispielsweise durch nicht integrierte Gewerbegebiete und großzügig angelegte Wohnsiedlungen setze sich der „Flächenfraß“ in die Landschaft immer weiter fort. Immer neue Gebiete außerhalb eines Stadtgebietes würden erschlossen, anstatt die vorhandenen, brachliegenden Flächen in der Stadt besser beziehungsweise erneut zu nutzen. Dies habe tief greifende ökologische Folgen, erläuterte Schink. Die Zerstörung von Biotopen, eine Schädigung des Klimas und eine geringere Neubildung von Grundwasser seien zu erwarten.

Dass es auch in Köln zahlreiche Stellen und Plätze gibt, die räumlich besser genutzt werden könnten, erklärte Baudezernent Bernd Streitberger: „Etwa die Hälfte der Baulücken in Köln haben wir in den vergangenen 20 Jahren schließen können.“ So wurden unter anderem Ruinen oder ungenutzte Parkplätze bebaut und damit besser genutzt. Da die Lücken bei der Stadt als Problem erkannt seien, habe sie deren Schließung auch bei der Entwicklung des städtebaulichen „Masterplans Innenstadt“ berücksichtigt, schilderte Streitberger. So sieht der Plan beispielsweise vor, die Zubringer der Severinsbrücke zurückzubauen, weil sie zu viel Platz wegnehmen. Ebenso sei die Umgestaltung des Ebertplatzes ein wichtiges Thema: „Er soll wieder ein besserer Nutzraum für die Menschen werden und sich nicht auf verschiedene Ebenen verteilen“, so der Baudezernent.



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