Erstellt 09.03.10, 22:05h
Die Staatsanwaltschaft spricht von drei Firmen aus dem Großraum Köln, eines soll ein Schrott- und Recyclingunternehmen im Rechtsrheinischen sein. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft Seesko sind die betroffenen Firmen jedoch nicht als Beschuldigte, sondern lediglich „zeugenschaftlich“ durchsucht worden.
Auf Anweisung eines Poliers des Baukonzerns Bilfinger Berger sollen Eisenbügel für die Armierung der Betonwände nicht eingebaut, sondern an einen Schrotthändler verkauft worden sein. Es fehlen 5,6 Tonnen Eisen. Der Mann und mehrere Arbeiter sind inzwischen vom Dienst suspendiert worden, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie.
Es handelte sich um Eisenbügel, die zur Verbindung der in jeweils zwei Teilen angelieferten Stahlbewehrung in die vorgefertigten Stahlkörbe gesteckt werden sollten. Sie haben statische Bedeutung für die Schubkräfte, die auf die Wände wirken können. An einem Abschnitt am Heumarkt fehlten nachweislich 83 Prozent der Bügel. Mit dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs - darin sind sich aber alle Fachleute einig - steht der Diebstahl der Eisenbügel nicht in Zusammenhang. (hap/mfr)
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