Von CLAUS BOELEN-THEILE, 10.03.10, 07:06h
In der erneuten Eingabe der Fraktion wird dabei unter anderem auch auf den Kürtener Dreifach-Selbstmord hingewiesen. In Kürten ist seit dem Suizid von drei 20-Jährigen nichts mehr wie es vorher war. Hier sind die politisch Verantwortlichen in der Kommune und auch im Kreis gefordert, Mittel und Wege zu finden, dass dieser entsetzliche Selbstmord ein Einzelfall bleibt, formulieren Werner Conrad (Fraktionsvize) und Rosel Mannshausen-Graf (sachkundige Bürgerin).
Dringender Appell
an die Kreis-Politiker
Für den am Mittwoch tagenden Kürtener Schulausschuss hat daneben die örtliche BfB beantragt, über den Suizid zu sprechen. Alle politisch Verantwortlichen sind jetzt aufgefordert, Mittel und Wege zu finden, dass dieser entsetzliche Selbstmord ein Einzelfall bleibt. An die Fraktionen im Kreistag richte man einen dringenden Appell, dem Antrag zu folgen: Auch um ein Zeichen zu setzen, damit die bisher geleistete gute Arbeit der freien Träger vor Ort den stetig wachsenden Ansprüchen gerecht werden kann. Weil im Kreisausschuss nur UWG / BfB, SPD und DGB-Jugend für die Resolution gestimmt hätten, stelle sich die Frage nach den anderen Vertretern im Ausschuss.
Für den Rheinisch-Bergischen Kreis verweist Pressesprecherin Birgit Bär für den zwischen den Jugendhilfe-Kommunen Kürten, Burscheid und Odenthal einvernehmlich ausgehandelten Stellenschlüssel. Mindestens 2,0 Stellen für jeden Ort als Minimum, dazu ein Aufschlag von 0,5 Stellen für Burscheid und 0,3 Stellen für Kürten. Dass Burscheid gegenüber Kürten eine größere Stellenzahl zugewiesen bekommen habe, liege in der Problematik der Burscheider Jugendarbeit begründet. Die Zahl der Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist dort besonders hoch. Im Fall der Kürtener Resolution wisse man auch gar nicht, womit die zusätzliche Stelle begründet werde. Weil zusätzlich zu den 2,3 Kreis-Stellen die Gemeinde Kürten einen weiteren Anteil von 0,2 Stellen selbst finanziere, sei die Stellenanzahl letztlich mit Burscheid identisch. Bei all dem sollte nicht übersehen werden, dass es im Kinder- und Jugendförderplan des Kreises zahlreiche Angebote von Fachdiensten gebe, die ebenfalls der Jugendarbeit zuzurechnen seien.
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