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Vfl Gummersbach

Erneute Überraschung verpasst

Von Ulrich Klein, 10.03.10, 23:05h

Der Vfl Gummersbach kassiert eine happige 29:22-Niederlage gegen den THW Kiel. Dabei erlebten die Fans zunächst eine Neuauflage der Anfangsphase aus dem Pokalfight. Doch am Ende überwog die meisterliche Klasse der Gäste.

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Der Geschäftsführer des Vfl Gummersbach, Axel Geerken, sieht erneute Siegeschancen gegen Kiel. (Symbolbild: dpa)
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Der Geschäftsführer des Vfl Gummersbach, Axel Geerken, sieht erneute Siegeschancen gegen Kiel. (Symbolbild: dpa)
KÖLN. Ihnen war völlig klar, dass sich der prominente Gegner auf keinen Fall eine weitere Tracht Prügel abholen wollte. Und sie wussten auch genau, dass der THW Kiel auf Rache für die happige 28:35-Schlappe vor Monatsfrist im Pokal sinnen würde. Die Handballer des VfL Gummersbach waren vor dem gestrigen Bundesligaspiel gegen das nationale Topteam der vergangenen Jahre also gewarnt. Und dennoch setzte sich dieses Mal die meisterliche Klasse der Gäste durch, die am Ende souverän mit 29:22 (15:14) siegten.

Dabei erlebten die 9053 Kunden in der Lanxess-Arena quasi eine Neuauflage der Anfangsphase aus dem Pokalfight. Nur dass dieses Mal nicht das blau-weiße Rollkommando, sondern das Meisterteam von der Förde einen Turbostart hinlegte. Jicha, Sprenger oder Andersson trafen wie im Training. 1:6 aus VfL-Sicht blinkte es nach elf Minuten vom riesigen Arena-Würfel.

Eine Parade von Goran Stojanovic sowie ein Siebenmetertreffer von Vedran Zrnic läuteten dann aber eine Änderung des zuvor so einseitigen Spielfilms ein. Die erneut offene Deckungsvariante, ein Doppelschlag von Christoph Schindler sowie zwei THW-Fehler in der Offensive ermöglichten den Gummersbachern ein weiteres Herantasten an den Favoriten. Kiel zog in der Folge noch einmal auf 11:7 (21.) davon, aber irgendwie hatten die Oberbergischen doch ihren Rhythmus gefunden und kam auf 14:15 heran. So war beim Gang zur Pausenerfrischung wieder alles offen.

Adrian Pfahl sorgte kurz nach Wiederbeginn zwar tatsächlich für den Ausgleich der Hallenherren. Doch dann übernahmen die „Unparteiischen“ entschlossen das Kommando. Während zunächst zwei Gummersbacher aus schwer nachvollziehbaren Gründen für jeweils zwei Minuten aufs Sünderbänklein mussten, erwischte es dann auch zwei THW-Akteure.

Mit der seltsamen Regelinterpretation der Herren Geipel und Helbig kamen die Kieler allerdings wesentlich besser klar als der VfL. Während der THW die Freiräume in der Offensive effektiv nutzte, scheiterten Robert Gunnarsson und Co. immer wieder bei besten Gelegenheiten an Weltmeister Thierry Omeyer im Gäste-Kasten. „In Hälfte zwei hat Thierry die Kiste zugenagelt. Das war der Schlüssel für unseren Erfolg“, sagte der frühere VfL- und jetzige THW-Trainer Alfred Gislason. Und so zeichnete sich bereits beim 22:17 aus Kieler Sicht (46.) ab, wer an diesem Abend als Sieger aus der Halle gehen würde.

VfL: Stojanovic 14 Paraden, Krantz 1, Wagner, Schindler 3, Vukovic 4, Fäth, Multhauf, Szilagyi 2, Gunnarsson 2, Lützelberger 1, Zrnic 4 / 3, Rahmel, Pfahl 5 / 1, Eisenkrätzer.



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4
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14:24
15
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12:26
16
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