Erstellt 11.03.10, 20:08h
„Hundert Frauen“ heißt auch der neue Roman von Martina Zöllner, den die Autorin am Freitag, 12. März um 18.30 Uhr im Arkadas-Theater vorstellt. Ein Termin, den man nicht verpassen sollte, denn die Autorin nimmt mit ihrem Buch im Buch ein prickelndes Bad im Mediensumpf. Geschickt spielt sie mit verschiedenen Tonlagen, scharfsinnig betrachtet sie die Unarten des Kommunikationsbetriebs. Denn der Trend zum Boulevard und zur Personalisierung von Nachrichten wird der Heldin zum Verhängnis. Zöllner wurde vor einigen Jahren selbst Opfer der Klatschspalten: In ihrem Debütroman „Bleibtreu“ wollten Kritiker eine Affäre der Autorin mit Martin Walser erkennen. So kann man ihren zweiten Roman als geistreiche Replik lesen, die nur gegen Ende übers Ziel hinausschießt, wenn allzu viele Figuren und Zufälle ins Spiel kommen. (AS)
Martina Zöllner: Hundert Frauen. Roman. DuMont Buchverlag, Köln. 366 S., 19,95 Euro.
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22. April 2012,
E-Werk Köln