Erstellt 12.03.10, 07:09h
Das Regionalforstamt ist für 76 000 Hektar Wald in Rhein-Berg, Oberberg, Mettmann, Solingen, Leverkusen, Remscheid und Wuppertal zuständig. Dabei besteht die Hälfte des Forstgebietes aus Laubwald, der größtenteils verschont blieb.
Es sind überwiegend Fichten von den Auswirkungen des Sturmes betroffen, weniger Buchen und Eichen. Stellvertretender Forstamtleiter Jürgen Kleppe relativiert die Ausmaße des Sturmes: Im Vergleich zum Orkan Kyrill vor drei Jahren hat Xynthia nur einen geringen Schaden angerichtet. Denn der jüngste Sturm zerstörte keine flächigen Bestände, sondern sorgte nur für Einzelstürze.
Kleppe schätzt, dass in Oberberg Gummersbach, Marienheide und Engelskirchen am stärksten von den Folgen des Orkans betroffen sind. Er rechnet damit, dass sich die Aufräumarbeiten noch bis zum Sommer hinziehen werden. Laut Kleppe sind jedoch genug Räumungskapazitäten vorhanden: Ich sehe keine Gefahr für die Bestände durch den Borkenkäfer. Es wird vielleicht bis zum Sommer der ein oder andere Baum befallen, jedoch sortieren wir diese Bäume sofort aus, so dass es nicht den ganzen Bestand trifft.
Auch die Behindertenwerkstätten Oberberg sind bei den Räumungsarbeiten aktiv. Die Waldgruppe setzt sich aus insgesamt acht behinderten Mitarbeitern und vier Betreuern zusammen. Wir sind für das Freischneiden der Wege zuständig. Außerdem verarbeiten wir Bruchholz wie Äste und Gestrüpp, das so nicht mehr in verkauft werden kann, zu Brennholz, schildert Leiter Rainer Lenz die Arbeit seiner Gruppe. Die umgefallen Bäume werden an den Weg gerückt, bearbeitet und dort gelagert.
Das Holz soll an örtliche Sägewerke, die momentan verstärkt nach Holz fragen, verkauft werden. Zurzeit sind die Holzpreise recht gut und im Vergleich zu Zeiten der Sturmschäden durch Kyrill um 30 Prozent gestiegen. Eine Wiederaufforstung ist nach Aussage der Fachleute aufgrund der jetzigen Sturmschäden nicht notwendig. Die Natur sei durchaus in der Lage, das Gleichgewicht selbst wieder herzustellen, erklären sie. (hsl)
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22. April 2012,
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