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FC vor Mainz-Spiel

Auf der Suche nach der Anspannung

Von Guido Hain, 11.03.10, 20:57h

Der 1. FC Köln reist zum Spiel bei den sehr heimstarken Mainzern. Nach den letzten zwei achtbaren Remis gegen Bayern und Bayer warnt FC-Coach Zvonimir Soldo das Team vor Lässigkeit. Der genesene Fabrice Ehret spielt wieder mit.

1. FC Köln
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Fabrice Ehret, hier im Luftkampf mit Borussia Mönchengladbachs Michael Bradley, kehrt in die Startelf zurück. (Bild: dpa)
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Fabrice Ehret, hier im Luftkampf mit Borussia Mönchengladbachs Michael Bradley, kehrt in die Startelf zurück. (Bild: dpa)
KÖLN - Michael Meier ist nicht nur ein Mann des geschliffenen Wortes. Ein besonderes Gespür darf er auch für die Schwingungen innerhalb eines komplexen Gebildes für sich reklamieren. Daher dürfte der Manager besonderen Gefallen daran finden, dass diesmal alles anders ist beim 1. FC Köln. Am Freitagmorgen schon, punkt zehn, begibt sich die kölsche Kombo auf ihren Weg nach Mainz, wo am Samstag der FSV zum Schlagabtausch bittet (15.30 Uhr).

Ein Trainingslager in der Kurzversion wartet auf die Kölner Profis. Abschlusstraining in Wehen, viel Ruhe, abends ein Getränk in geselliger Runde. Nicht ohne Grund. Soll doch der heimtückische Schlendrian keinen Einzug halten. Die Gefahr bestünde, sagt FC-Trainer Zvonimir Soldo, dass man nach den Spielen gegen „zwei starke Gegner etwas lockerer an die Sache herangeht“. Daher habe man sich diese Maßnahme vor der Partie beim Tabellenneunten überlegt. „Seismografische Maßnahmen“ nennt diese Meier. Man müsse, glaubt der Manager, „Dinge spüren, um die Konzentration zu erhöhen“.

Das Ausloten von Strömungen, Störungen, Stimmungen innerhalb des Teams - das gehört für einen Trainer mit Ambitionen ebenso zu den Grundlagen wie ein ausgeprägtes taktisches Verständnis und eine fundierte Menschenführung. Ein feines Näschen, so hieße das wohl in der Fußballer-Diktion. „Wir dürfen in Mainz nicht zu euphorisch sein“, sagt Soldo.

„Riesenschritt zur Rettung“

Denn eines möchte der Trainer vermeiden: eine gewisse Was-kostet-die-Welt-Haltung, die in solchen Situationen nach zuvor zwei sehr ordentlichen Auftritten nicht selten verbreitet ist, auch unter Profis. „Gegen Stuttgart“, warnt Soldo, „haben wir es mit ein bisschen kicken versucht.“ Das klappte nicht - 1:5.

Doch die Kölner haben sich aufgerappelt, präsentierten sich zuletzt als homogenes Gebilde. Und wollen den 05ern die zweite Heimniederlage der Saison zufügen. Doch Soldo gibt trotz der jüngsten Mainzer 0:1-Niederlage gegen Bremen zu bedenken: „Die sind daheim viel stärker als auswärts.“ Ein Sieg beim FSV stünde dem FC nach zuletzt zwei Punkten gegen Spitzenteams nicht schlecht zu Gesicht - dann wären es 30. Nicht übel, allerdings noch längst „nicht die Rettung“, glaubt Soldo. „Das wäre aber zumindest ein Riesenschritt.“

Taner Yalcin und Kevin Pezzoni trainieren zwar wieder mit, doch die Mannschaft stellt sich beinahe von selbst auf. Kämpfer Kevin McKenna, der sich bei Standards um den brandgefährlichen FSV-Angreifer Aristide Bancé kümmern soll, rückt für den nach seiner zehnten Gelben Karte gesperrten Petit wieder ins defensive Mittelfeld. „Wandervogel“ Miso Brecko wechselt zurück auf die rechte Verteidiger-Position. Die linke Seite soll der genesene Fabrice Ehret dicht machen.

Voraussichtliche Aufstellungen: Mainz: Müller; Heller, Svensson, Noveski, Fathi; Polanski, Karhan, Soto; Simak, Ivanschitz; Bancé. - Köln: Mondragon; Brecko, Geromel, Mohamad, Ehret; McKenna, Maniche, Matuschyk; Novakovic, Podolski, Freis.



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