Von Ralf Arenz, 11.03.10, 21:18h
Alle Teilnehmer einer Diskussionsrunde verwiesen freilich darauf, dass es noch lange Verbrennungsmotoren geben werde. Gerd Schuster, Leiter Strategie und Fahrzeugerprobung bei BMW, rechnet mit einem Mix von Antriebssystemen angepasst an die Kundenbedürfnisse. Chancen für Elektroautos sieht er zunächst im Stadtverkehr. Sie seien aber noch Jahre ein Nischenprodukt.
Vielfalt der AntriebssystemeAuch Ford-Werke-Chef Bernhard Mattes erwartet eine Vielfalt bei den Antriebssystemen. Verbrennungsmotoren würden noch optimiert, und zwar Diesel- und Benzinmotoren. Im Norden Europas seien Triebwerke, die Bioethanol verbrennen, stark nachgefragt, in Italien werde eher auf Gas gesetzt. In den USA seien Hybridfahrzeuge von Ford gefragt. Diese Antriebstechnik soll in den kommenden Jahren auch in Europa angeboten werden, so Mattes.
Um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, würden die großen Autobauer beim Antrieb der Zukunft sehr breit forschen, sagte Alain Uyttenhofen, der Geschäftsführer von Toyota Deutschland. Kooperationen der Autobauer hält er für denkbar. Die Batterietechnik für Elektroautos klammert er aber aus. Sie sieht er als wichtiges Differenzierungsmerkmal der Anbieter.
Gerade die Batterien machen die Elektroautos teuer. Über 10.000 Euro kosten sie, wenn das Auto eine Reichweite von 150 Kilometer haben soll. Das schreckt Kunden noch ab. Die technischen Probleme hält Mattes für lösbar. Dazu sei aber noch Zeit nötig. Zunächst kämen nur kleine Serien in Kundenhand und selbstverständlich nur erprobte Technik. Mit höheren Stückzahlen würden letztlich aber auch die Preise sinken.
Hyundai rechnet etwa damit, dass 2015 zwischen ein und zwei Prozent der Fahrzeuge weltweit Elektroautos sind. VW plant für 2018 einen Anteil von drei Prozent Elektroautos an der eigenen Fertigung.
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