Erstellt 12.03.10, 07:06h
Doch die Etatvorlage sah anders aus: Eine zehnprozentige Kürzung der freiwilligen Leistungen ist im Nothaushaltsregime vorgeschrieben. Und Umschichtungen sind nur innerhalb des Fachbereichs erlaubt. Das halte ich für falsch, grollte Andreas Neuheuser von der Kiditiative, dem vor allem die erneuten Einschnitte bei Freizeit und Bildung weh taten: In den letzten zehn Jahren addieren sich die Kürzungen in diesem Sektor auf 80 Prozent, rechnete er hoch. Man könne nicht die Last des Nothaushaltes auf den Jugend- und Sozialbereich abwälzen: Wir haben es hier mit Menschen zu tun.
Vom Rückschnitt der freiwilligen Leistung ist auch der städtische Eigenanteil der Aktion Kein Kind ohne Mahlzeit betroffen. Die Verträge laufen noch bis August 2010, dann muss eine andere Lösung her. Kämmerer Jürgen Mumdey: Im Nothaushalt ist das nicht darstellbar. Eine Lösung könne darin bestehen, Spendenmittel einzuwerben. Das Problem betreffe nicht Gladbach allein, sondern die Mehrzahl der Kommunen.
Am Ende wurde das Kürzungspaket gegen die Stimmen von Linken und Grünen bei Enthaltung der Kids Richtung Rat verabschiedet. (gf)
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