Von WALTER K. SCHULZ, 13.03.10, 07:06h
Rolf Menzel eröffnete also in einem topfitten Zustand den Gesundheitstag, der die Mitarbeiter der Kreisverwaltung über sportliche und gesundheitliche Angebote als Ausgleich zum harten Arbeitsalltag informieren soll.
Der Landrat verriet, dass er - wenn es die Zeit erlaubt - nach Feierabend gerne die Laufschuhe schnürt. Nach dem Laufen habe ich den Kopf völlig frei.
Kooperationspartner wie der Kreissportbund, die Barmer oder das Mediterana boten an eigenen Ständen Informationen sowie Aktivitäten wie Rückentraining und Koordinationsübungen an.
Menzel erinnerte derweil an die Bräuche in der Silvesternacht. Da wünsche man sich beste Gesundheit. Menzel weiter: Gesundheit ist etwas, was wir uns nicht kaufen können. Gesundheit bekommt man mit der Geburt und muss dann etwas selber dafür tun, dass man sie erhält.
Der Kreis setzt auch auf die Wiedereingliederung von Langzeiterkrankten. Das Projekt der Hilfestellung für Betroffene bekam im Jahr 2008 auch einen Preis des Landschaftsverbandes.
Unser Krankenstand ist recht niedrig. Er liegt zurzeit bei 5,43 Prozent. So Menzel im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion.
Wolfgang Bernhardt, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Gladbach, brachte es auf den Punkt: Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, muss später Zeit für seine Krankheit haben. Gesundheit bringe zufriedene und belastungsfähige Mitarbeiter, diese Erkenntnis müsse jedem Arbeitgeber klar sein.
Orthopädische Krankheiten, Erkrankungen der Atemwege und der Psyche stehen in der Skala ganz oben.
Die Kurve der psychischen Erkrankungen zeigt eindeutig nach oben: Sie kletterte von 11 auf 17 Prozent. Auf Nachfrage erfuhren die Zuhörer die Ursachen, die in der steigenden Belastung der Mitarbeiter, die in Personaleinsparungen begründet sei, liege. Folglich steige der Stress.
Auf die Gesundheit der Mitarbeiter zu achten, mache auch angesichts des dramatisch voranschreitenden demografischen Wandels Sinn, hieß es in der Diskussion, an der auch Dr. Marco Kuhn vom Landkreistag NRW und Ernst Baasner, Leiter des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Firma Federal-Mogul Corporation in Burscheid (früher Goetze), teilnahmen.
Die Alterspyramide verschiebe sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren eklatant in Richtung ältere Mitarbeiter, wussten die Teilnehmer zu berichten. Zwischenruf
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