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Aktiv leben, attraktiv wohnen

Von LARS HEYLTJES, 13.03.10, 07:06h

Wie sieht es im Rheinisch-Bergischen Kreis eigentlich im Jahr 2020 aus? Auf diese Frage möchte die Verwaltung jetzt schon eine Antwort erhalten. Darum hat sie einen...

BERGISCH GLADBACH. Wie sieht es im Rheinisch-Bergischen Kreis eigentlich im Jahr 2020 aus?

Auf diese Frage möchte die Verwaltung jetzt schon eine Antwort erhalten. Darum hat sie einen Strategieprozess angestoßen. Ein Teilergebnis präsentierten nun Landrat Rolf Menzel (CDU), sein Kämmerer Udo Wasserfuhr und Matthias Wirtz, Geschäftsführer des „Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung.

Änderung

der Altersstruktur

Der demographische Wandel macht auch vor Rhein-Berg nicht halt. Somit rückt die Generation der 60- bis 65-Jährigen in den Fokus: „Diese große Gruppe möchte attraktiv wohnen, da sie noch aktiv ist. Das ist ein wirtschaftlicher Faktor für die Region, denn viele könnten nach Köln umziehen“, warnt Wirtz. Nicht jeder der angehenden Senioren kann sich eine Villa leisten, aber die Vorstellung der eigenen vier Wände sind stark ausgeprägt, Individualität ist gefragt. Zudem steigt die Anzahl der Haushalte, deren Größe jedoch rückläufig ist.

Viele Wohnungen und Häuser stehen leer. Auch in Rhein-Berg sinkt die Zahl der Neubauten. Ein Drittel der Häuser im Kreisgebiet ist in der Nachkriegszeit gebaut worden. Jetzt stellt sich für viele Eigentümer die Frage, was rentabler ist: Renovierung oder Abriss? „Viele Bauträger wissen gar nicht, was gefragt ist. Dabei sind die Modernisierungen ein wirtschaftlicher Faktor für die Region“, betont Wirtz.

Die Analyse teilt das Wohnen in die drei Handlungsfelder „Neubau und Wohnbauflächenmanagement“, „Wohnungsbestand“ und „Altersgerechtes Wohnen“. Mit Maklern, Bauträgern, Unternehmern sowie Vertretern aller acht Kommunen setzten sich die Verantwortlichen an einen Tisch. Die Kooperation bezeichnet Wirtz als „vorbildlich“. Wenn auch die Voraussetzungen in den einzelnen Gemeinden und Städten unterschiedlich seien, so hätten sich auch gemeinsame Handlungsfelder ergeben. Zusammen habe man die Stärken und Schwächen der Kommunen herausgearbeitet.

Ein zweites Instrument haben Landrat und Co. noch in der Tasche. Als Miteigentümer der Rheinisch-Bergischen Siedlungsgesellschaft verfügt der Kreis selbst über Objekte, die er für das Jahr 2020 ausrichten kann: „So können wir unser Konzept selbst mit Leben füllen. Mit der Villa an der Kölner Straße in Bensberg habe wir das erste Projekt bereits umgesetzt“, so Menzel. Dort leben in zwei Wohngruppen Senioren, die an Demenz erkrankt sind und rund um die Uhr betreut werden.



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