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„Hügelchen“ auf der Mülldeponie

Erstellt 17.03.10, 07:09h

Ist es ein Berg oder ein „Hügelchen“, der auf der Mülldeponie entstehen soll? Das kommt ganz auf die Perspektive des Betrachters an. Doch wer nicht gerade direkt davor...

SANKT AUGUSTIN. Ist es ein Berg oder ein „Hügelchen“, der auf der Mülldeponie entstehen soll? Das kommt ganz auf die Perspektive des Betrachters an. Doch wer nicht gerade direkt davor steht, sondern die Deponie Niederpleis als Spaziergänger umkreist, den wird die dann 105 Meter hohe Erhebung nicht stören, davon konnten sich die Fraktionsvertreter aus dem Umwelt- und Planungsausschuss bei einer von der Abfallgesellschaft (RSAG) organisierten Busfahrt mit eigenen Augen überzeugen.

In der ursprünglichen Genehmigung steht eine maximale Höhe von 82 Meter über dem Meeresspiegel. Zu den 23 zusätzlichen Höhenmetern muss die Stadt ihre Genehmigung erteilen, da sich die seit dem Jahr 2000 betriebene Mineralstoffdeponie als Teil der Zentraldeponie auf dem Stadtgebiet in Niederpleis befindet. Gemäß dem im Oktober 1994 geschlossenen „Friedensvertrag“ zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis, der RSAG und der Stadt bedürfen wesentliche Änderungen an den Anlagen der Zustimmung der Stadt Sankt Augustin.

Aus Sicht der RSAG spricht vieles für die Aufschüttung der derzeit 380 000 Kubikmeter fassenden Deponie. Das Unternehmen habe viel investiert in Abdichtung sowie Sickerwassererfassung und -behandlung. Die Erlöse aus den Gebühren seien aber gering, zumal die RSAG auch Bauschutt von Kleinanlieferern annehme, da es keine eigene Bauschuttdeponie gebe. Ein neuer Deponiestandort hingegen sei teuer und verbrauche zusätzliche Landschaftsfläche. Die bestehende Anlage sei zudem gut angebunden und liege zentral im Rhein-Sieg-Kreis nahe einer Autobahnauffahrt. Der Deponiekörper soll später begrünt werden. Für die RSAG sagte Geschäftsführerin Ludgera Decking zu, eine Verkehrszählung vorzunehmen. Ziel soll sein, dass die Anlieferer über die Autobahn und nicht über Buisdorf und Niederpleis anfahren.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, dem Vorhaben zuzustimmen. Die Stadt will nun mit der RSAG einen neuen Vertrag schließen, in dem die Zukunft des „Entsorgungsparks“ festgeschrieben werden soll, der der Erste Beigeordnete Rainer Gleß, inklusive aller geplanten Projekte wie zum Beispiel der Biogasanlage.



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