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Aktionsplan

EU sucht mehr Organspender

Von Katrin Teschner, 17.03.10, 16:34h, aktualisiert 17.03.10, 16:42h

In Deutschland gibt es nicht genug Organspender. Die EU fordert deshalb, Transplantations-Koordinatoren in den Kliniken einzuführen. Vorbild ist Spanien, wo es mittlerweile 34 Organspender pro Million Einwohner gibt.

Organspende
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Nur wenige Menschen haben einen Organspende-Ausweis. (Bild: dpa)
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Nur wenige Menschen haben einen Organspende-Ausweis. (Bild: dpa)
BRÜSSEL - In Deutschland sterben täglich drei Menschen, während sie auf ein neues Herz, auf eine Lunge, eine Leber oder Niere warten. Es gibt einfach nicht genug Organspender - auch, weil Krankenhäuser immer noch zu wenige melden.

Die EU fordert deshalb, so genannte Transplantations-Koordinatoren in den Kliniken einzuführen. Vorbild ist Spanien, wo es mittlerweile 34 Organspender pro Million Einwohner gibt. Auch Frankreich und Belgien kommen auf über 25 Organspender, in Deutschland sind es gerade einmal 15.

Gestern stimmte der Gesundheitsausschuss des Europa-Parlamentes für einen Aktionsplan, der Patienten auf den Wartelisten helfen soll. Denn nach wie vor ist es ein Problem, dass Organe nach dem Hirntod nicht entnommen werden - auch wenn ein Spendeausweis vorliegt. „Das liegt vor allem daran, dass Ärzte zu wenig Zeit dafür haben“, sagt der CDU-Abgeordnete Peter Liese. Deshalb sei es notwendig, Beauftragte zu bestimmen und zu schulen, die sich speziell mit dem Thema Transplantationen befassen.

In einigen Bundesländern sind solche Koordinatoren bereits eingeführt worden. Nordrhein-Westfalen etwa, innerhalb Deutschlands lange Schlusslicht bei den Organspenden, konnte so die Zahl der Spender deutlich steigern und ist mit 14,4 Spendern pro Million Einwohner nun ins Mittelfeld vorgerückt.

Auch die Qualität und Sicherheit von Organspenden will die EU deutlich verbessern, unter anderem um zu vermeiden, dass sich gefährliche Krankheiten wie Aids oder Hepatitis bei der Transplantation auf den Empfänger übertragen. Außerdem soll der Organhandel entschiedener bekämpft werden. Im Mai müssen sich noch die 27 EU-Mitgliedsstaaten mit den Vorschlägen befassen.



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