Von MARKUS MICHALAK, 17.03.10, 07:09h
Hier verzichteten sie dann allerdings ebenso wie alle übrigen Ratsfraktionen auf jeden inhaltlichen Beitrag zu der Frage, ob der weltberühmte siebenbürgische Weltraumforscher Hermann Oberth auch künftig Namensgeber des Kulturhauses in Drabenderhöhe bleiben kann.
Stattdessen überließen sie es Reinhard Birker (Die Linke), der die Umbenennung des Kulturhauses beantragt hatte, seine Forderung noch einmal inhaltlich zu begründen: Wer die Vernichtung behinderten Lebens fordert, dem können wir doch in Wiehl kein Denkmal setzen, verwies der noch einmal auf die von Oberth verfasste Wählerfibel für ein Weltparlament, die 1983 in Erstauflage erschienen sei, und die er dem Bürgermeister auch gern spontan zur vertiefenden Lektüre überlassen hätte. Werner Becker-Blonigen winkte ab: Ich kenne das Buch noch nicht. Es sei aber bereits bestellt, um auch allen Fraktionen den Inhalt zugänglich zu machen.
Becker-Blonigen versicherte: Wir nehmen diesen Antrag hier alle sehr ernst. Die übrigen Ratsfraktionen hätten sich aber im Vorfeld darauf verständigt, dass wir uns mit der nötigen Seriosität und mit Blick auf die umfangreichen Diskussionen in den achtziger Jahren qualifiziert und möglichst objektiv mit dem Thema auseinandersetzen wollen.
Daher wurde die Debatte von der großen Ratsmehrheit gegen Birkers Stimme in den Kulturausschuss verwiesen, um in späterer Ratssitzung abzustimmen. Eventuell, so regte der Bürgermeister an, müsse auch noch externer fachlicher Rat hinzugezogen werden.
Einzig Anna Janesch, Kreisvorsitzende der Siebenbürger Sachsen, erklärte am Rande der Ratssitzung: Wir Siebenbürger lehnen eine Umbenennung des Kulturhauses Hermann Oberth rundheraus ab. Die Verdienste des Weltraumforschers hätten schließlich im Nachkriegsdeutschland stets und überall ihre verdiente Würdigung erfahren.
Was denn noch alles
21.07.2010 | 18.49 Uhr | Oskar123
Wer sich ernsthaft mit Herman Oberth beschäftigt wird feststellen, daß er selbst Opfer sowohl der Nazis als auch später der Amerikaner war.
Aber…
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