Von WOLFGANG MRZIGLOD, 17.03.10, 18:47h
Wo kann angesichts eines Haushaltslochs von über 18 Millionen Euro allein in diesem Jahr gespart werden? An der Beantwortung dieser Frage sollten auch die Bürger beteiligt werden. Beim Aufstellen des Bürgerhaushaltes gab es nicht nur eine öffentliche Veranstaltung, die aber nur schwach besucht war, die Bürger konnten sich auch im Internet äußern.
243 Hürther registrierten sich, 235 begannen damit, einen Fragebogen auszufüllen. Doch nur 204 komplette Fragebögen konnten letztlich ausgewertet werden. Für Sonja Kreienfeld von der Firma Globalpark, die das Programm erstellt hatte, ein gutes Ergebnis. Rund 10 000 Euro kostete diese Aktion, die nicht einmalig bleiben soll.
Keinesfalls gespart werden sollte nach Ansicht der Mehrheit der Bürger in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Schulträgeraufgaben sowie Sicherheit und Ordnung. Den Rotstift ansetzen würden die Bürger dagegen bei den Gruppen Innere Verwaltung, Stadtentwicklung oder der Sportförderung - gerade Letzteres erstaunte Bürgermeister Walther Boecker.
Einsparungen beim Bürgerhaus, der Wirtschaftsförderung, im Stadtarchiv und der Kulturförderung wurden begrüßt. Auf Ablehnung stießen allerdings größere Sparmaßnahmen im Bereich Musikschule oder Volkshochschule. Die Auswertung, die nicht repräsentativ ist, bekamen auch die Ratsfraktionen für ihre Haushaltsberatungen.
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