Erstellt 17.03.10, 18:47h
Acht Wochen lang wollen die engagierten Bürger um deren Sprecherin Sabine Schulz-Brauckhoff das Freibad betreiben und prüfen, ob die Einrichtung überhaupt kostendeckend betrieben werden kann. Dafür benötigen sie allerdings einen städtischen Zuschuss von 120 000 Euro.
Ursprünglich sollten es 180 000 Euro sein, doch die Initiative hofft, auch mit weniger Geld auszukommen. Allerdings sind auch 120 000 Euro der CDU zu teuer. Im Betriebsausschuss Stadtwerke, der am Dienstag im Rathaus tagte, bekräftigte der Fraktionsvorsitzende Alfred Zerres noch einmal die Position der Christdemokraten in der Bäderfrage.
Bezug nehmend auf das vor einigen Monaten vorgestellte Gutachten, will die CDU die dezentralen Bäder - einschließlich dem Kierdorfer Freibad - schließen und ein neues Kombibad in Lechenich bauen. Entsprechend lehnt Zerres auch jegliche finanzielle Unterstützung für die Freibad-Initiative ab. Allerdings fand er das Engagement der Ehrenamtler, die bereit sind, viel Freizeit und viel Arbeit in das Projekt zu stecken, sehr lobenswert.
Schulz-Brauckhoff signalisierte sogar im Ausschuss, man würde zur Not sogar versuchen, den Testbetrieb ohne Zuschüsse durchzuführen. Bernd Bohlen von der SPD- Fraktion sah das jedoch skeptisch. Ich gehe davon aus, dass das Bad zum Nulltarif nicht zu betreiben ist und halte das für kein zukunftsweisendes Konzept, erklärte er. Die Sozialdemokraten wollen die derzeit sechs Bäder erhalten und lieber sanieren, statt sie zu schließen. Die SPD würde daher auch einen Kostenzuschuss von 120 000 Euro bewilligen.
Einig wurden sich die Parteien in diesem Punkt aber nicht und verwiesen nach lebhafter Debatte die Entscheidung über den Testlauf in die nächste Sitzung des Stadtrats. (rer)
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